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EU stockt humanitäre Hilfe für Sahelzone und Zentralafrikanische Republik auf

(29.10.2018) Die EU- Kommission hat heute ihre Unterstützung für humanitäre Hilfe um 50 Mio. Euro für die Sahelzone und 8 Mio. Euro für die Zentralafrikanische Republik aufgestockt.

In beiden Regionen herrscht aufgrund von Dürre und bewaffneten Konflikten eine akute Nahrungsmittelknappheit.

„Da sich die humanitäre Lage in der Sahelzone weiter verschlechtert, erhöhen wir unsere Hilfe zur Bewältigung dieser verheerenden Nahrungsmittelkrise in der Region“, sagte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides.

„Anhaltende Gewalt und Konflikte sowie die Auswirkungen des Klimawandels führen zu massiver Vertreibung, akuter Unterernährung und Ernährungsunsicherheit, von der Millionen von Menschen, insbesondere Kinder, betroffen sind. Wir werden auch weiterhin entschlossen Solidarität mit den Schutzbedürftigsten zeigen und lebensrettende Maßnahmen ergreifen“, so Stylianides weiter.

Die EU-Mittel werden dazu beitragen, die am stärksten gefährdeten Menschen mit dringend benötigten Nahrungsmitteln zu versorgen und ihnen Soforthilfe in Form von Unterkünften, medizinischer Versorgung und Wasser bereitzustellen.

Die Unterstützung für die Zentralafrikanische Republik dient den laufenden Bemühungen der EU zur Deckung des Bedarfs der Vertriebenen. „Angesichts der anhaltenden Gewalt und Vertreibung müssen wir nach wie vor alles in unserer Macht stehende tun, um den Bedürfnissen aller Menschen gerecht zu werden, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen“, fügte Stylianides an.

Die heute angekündigte Unterstützung wird sieben Ländern in der Sahelzone sowie der Zentralafrikanischen Republik zugutekommen: Nigeria (10 Mio. Euro), Mali (6 Mio. Euro), Niger (6 Mio. Euro), Burkina Faso (5 Mio. Euro), Mauretanien (5 Mio. Euro), Tschad (12 Mio. Euro) und Kamerun (3 Mio. Euro) sowie der Zentralafrikanischen Republik (8 Mio. Euro). Darüber hinaus wird der Sahelzone eine regionale Finanzierung in Höhe von 3 Mio. Euro für lebensrettende Maßnahmen zur Behandlung der Unterernährung gewährt. Die EU ist einer der größten Geber humanitärer Hilfe für die Sahelzone. Sie hilft Menschen, die Nahrungsmittelsoforthilfe benötigen, und ermöglicht die Behandlung schwer unterernährter Kinder sowie die Versorgung vom Konflikt betroffener Bevölkerungsgruppen.

In der Sahelzone sind schätzungsweise 12 Millionen Menschen  auf Nahrungsmittelsoforthilfe angewiesen und 4,2 Millionen Kinder benötigen lebensrettende Nährstoffversorgung. Darüber hinaus wurden 3,1 Millionen Menschen in der gesamten Region durch Konflikte vertrieben, wodurch zusätzlicher Nothilfebedarf entstanden ist. Vor kurzem wurden Tausende von Vertriebenen im Nordosten Nigerias registriert, wobei die Zahl der Kinder, die von akuter Unterernährung betroffen sind, alarmierend hoch ist. Die Überschwemmungen in Niger, Mali und Nigeria seit Mitte August haben den Bedarf weiter erhöht und stellen eine ernste Gefahr für die Gesundheit dar. In den vergangenen Monaten breitete sich die Cholera-Epidemie in Niger, Nigeria und Tschad aus.

In der Zentralafrikanischen Republik ist der Bedarf an humanitärer Hilfe durch anhaltende Unsicherheit und Gewalt weiter gestiegen. Rund 2,5 Millionen Menschen, d. h. die Hälfte der Bevölkerung, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen und jeder Vierte – etwa 1,2 Millionen Menschen – wurde vertrieben.

 

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Humanitäre Hilfe: EU stellt 58 Mio. EUR für die Sahelzone und die Zentralafrikanische Republik bereit

Sahelzone

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Zentralafrikanische Republik

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