Informationszentrum für die Region zwischen Elbe, Weser und Aller

EU-Kommission gedenkt der Opfer des Terrorismus

(11.03.2019) Heute ist der Europäische Gedenktag für die Opfer des Terrorismus, an dem der Opfer der Bombenanschläge in Madrid vom 11. März 2004 erinnert wird.

Bei diesen Anschlägen haben 193 EU-Bürger ihr Leben verloren und Tausende wurden verletzt.

„Heute erinnern wir uns an all jene, die ihr Leben verloren oder geliebte Menschen durch Terroranschläge haben, unabhängig davon, ob diese Terroranschläge innerhalb der Europäischen Union oder außerhalb ihrer Grenzen stattgefunden haben. Wir gedenken aller von diesen abscheulichen Verbrechen Betroffenen, Familien und Freunden und verpflichten uns, in unserem Kampf gegen den Terrorismus geschlossen zu bleiben“, so die Europäische Kommission in ihrem Statement. „Die Narben sind tief. Während sie mit der Zeit verblassen können, werden sie doch nie verschwinden. Wir können diese Erinnerungen nicht löschen, aber wir können unser Bestes tun, um den Betroffenen zu helfen, Trost zu finden.“

EU-weite Vorschriften stellen bereits jetzt sicher, dass Opfer von Terroranschlägen die notwendige Unterstützung erhalten, sobald ein Anschlag stattgefunden hat und so lange, wie sie die Unterstützung benötigen. Dazu gehören medizinische, psychologische und traumatische Hilfe sowie Rechtsberatung bei der Suche nach Gerechtigkeit. Das neue EU-Expertenzentrum für Opfer des Terrorismus - ein Zentrum für Fachwissen, Beratung und Unterstützung - wird in diesem Jahr eingerichtet, wobei bereits eine Million Euro bereitgestellt werden.

Der einzige Weg, um die Herausforderung des Terrorismus bewältigen zu können, ist die Zusammenarbeit und die Erinnerung an die Werte und Bindungen.

Hintergrund

Sicherheit ist seit Beginn des Mandats der Juncker-Kommission eine politische Priorität. Die Unterstützung von Opfern von Straftaten, einschließlich der Opfer von Terroranschlägen, ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Kommission, um alle Dimensionen der terroristischen Bedrohungen anzugehen.

Die EU hat mit der Richtlinie über die Rechte der Opfer und der Richtlinie zur Bekämpfung des Terrorismus einen starken Rechtsrahmen für die Unterstützung und den Schutz der Opfer in ganz Europa geschaffen. Die Kommission finanziert auch Projekte zur Verteidigung der Rechte der Opfer, einschließlich der Opfer von Terrorismus im Rahmen des Programms Justiz (mit einem Budget von rund 2,5 Mio. Euro für 2018).

Im Oktober 2017 wurde Joëlle Milquet zur Sonderberaterin von Präsident Jean-Claude Juncker für die Entschädigung von Opfern von Straftaten ernannt. Heute veröffentlichte Joëlle Milquet ihren Bericht über die Stärkung der Rechte der Opfer: von der Entschädigung bis zur Wiedergutmachung. Der Bericht enthält 41 detaillierte Empfehlungen, wie der Zugang der Opfer zu Justiz und Entschädigung auf EU- und nationaler Ebene verbessert werden kann.

Die Unterstützung und die Rechte der Opfer stehen auch im Mittelpunkt der Arbeit des Aufklärungsnetzwerk gegen Radikalisierung (RAN).

 

Weitere Informationen

Pressemitteilung zu einem Bericht zur Stärkung der Rechte der Opfer: von der Entschädigung bis zur Wiedergutmachung

EU schützt - Verhinderung von Radikalisierung

Richtlinie über die Recht von Opfern

Richtlinie zur Terrorismusbekämpfung

Pressekontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: +49 (30) 2280 2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok