Informationszentrum für die Region zwischen Elbe, Weser und Aller

EU erhöht humanitäre Hilfe für Dürreregion am Horn von Afrika

(07.08.2019) Die Europäische Kommission hat heute weitere 50 Mio. Euro an humanitärer Soforthilfe für die von Dürre betroffenen Menschen am Horn von Afrika bereitgestellt.

Die Region leidet das dritte Jahr in Folge unter anhaltender Dürre mit dramatischen Auswirkungen für die Nahrungsmittelversorgung und Viehzucht.

„Die EU verstärkt ihre Unterstützung für die Menschen, die von einer anhaltenden Dürre am Horn von Afrika betroffen sind. Während meiner verschiedenen Besuche in den Ländern der Region habe ich gesehen, wie viele der Klimaextreme diesen Teil Afrikas betreffen. Unsere Finanzierung wird dazu beitragen, die humanitäre Hilfe in den betroffenen Gebieten auszuweiten und die Gemeinschaften dabei zu unterstützen, die Gefahr einer Hungersnot abzuwehren“, sagte Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement.

Mit den heutigen zusätzlichen Mitteln erhöht sich die humanitäre Hilfe der EU für die Region seit 2018 auf insgesamt 366,5 Mio. Euro.
Die Finanzhilfen werden die von Dürre betroffenen Gemeinschaften in Somalia (25 Mio. Euro), in Äthiopien (20 Mio. Euro), in Kenia (3 Mio. Euro) und in Uganda (2 Mio. Euro) unterstützen. Sie wird sich auf Folgendes konzentrieren:

-    Nahrungsmittelsoforthilfe und Hilfe bei der Deckung des unmittelbaren Nahrungsmittelbedarfs; 

-    medizinische Grundversorgung und Behandlung schwerer akuter Unterernährung bei - Kindern unter fünf Jahren sowie bei schwangeren und stillenden Müttern;

-    Verbesserung des Wasserzugangs für Mensch und Vieh; 

-    Schutz der Existenzgrundlagen der Haushalte.

Darüber hinaus werden die EU-Hilfen dazu beitragen, die humanitären Organisationen in der Region zu unterstützen, damit sie ihre Maßnahmen in den am stärksten betroffenen Gebieten präventiv ausweiten können.

Hintergrund

Die Frühjahrsregensaison 2019 am Horn von Afrika gehörte zu den drei trockensten seit Wetteraufzeichnung. Die derzeitige Dürre folgt direkt auf das Jahr nach dem Ende der größeren Dürre von 2016 und 2017. Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne konnten sich weder die Haushalte noch die Weiden und Viehherden erholen.

Die meisten der betroffenen Gemeindschaften leben in ländlichen und bäuerlichen Gebieten. Kaum Niederschläge bedeuten, dass die Familien von ihrer Land- und Viehwirtschaft nicht leben können. Die Lebensmittelpreise sind in der gesamten Region bereits gestiegen und haben damit den Zugang armer Haushalte zur Grundversorgung weiter reduziert.

 

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Humanitarian Aid: additional €50 million to tackle drought in the Horn of Africa
Fact Sheets: SomaliaEthiopiaKenyaUganda

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340 

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok