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EU fördert Wiederaufbau in Nigeria und unterstützt Opfer von Gewalt und Vertreibung

(29.08.2019) Die EU hat heute beschlossen, den Wiederaufbau und die Stärkung des Nordostens Nigerias mit weiteren 50 Mio. Euro zu unterstützen.

Die Mittel aus dem Europäischen Entwicklungsfonds belaufen sich für den Zeitraum 2014-2020 damit auf 562 Mio. Euro. Durch die Projekte, die mit diesen zusätzlichen Mitteln finanziert werden sollen, wird die bereits umfangreiche Hilfe der EU für die vielen Opfer von Gewalt und Vertreibung im Nordosten Nigerias noch ausgeweitet.

Der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, erklärte bei der Unterzeichnung am Rande der 7. Internationalen Konferenz über die Entwicklung Afrikas in Tokio (TICAD): „Diese zusätzliche Unterstützung ist vor allem für den Nordosten des Landes bestimmt. Sie wird dazu beitragen, einen raschen Wiederaufbau zu fördern und betroffene und gefährdete Bevölkerungsgruppen in den Bundesstaaten Yobe und Borno besser gegen Konflikte zu wappnen. Außerdem sind Maßnahmen zur Verbesserung der menschlichen Entwicklung, des sozialen Zusammenhalts und der Resilienz vorgesehen, die mehr als 26 000 bedürftigen Haushalten und Gemeinschaften in Yobe zugutekommen sollen.“

Neben humanitärer Hilfe sollen mit den Finanzmitteln einige der Ursachen für gewaltbereiten Extremismus im Land angegangen werden. Als Bestandteil der Maßnahmen werden die Friedenskonsolidierung, Konfliktprävention und Konfliktbeilegung auf der Ebene der lokalen Gemeinschaften gefördert, um die Aussöhnung und Wiedereingliederung zu erleichtern.

Darüber hinaus sollen die lokalen Gemeinschaften und Führungskreise in die Aktivitäten zur Förderung und Wiederbelebung der Märkte und zur Verbesserung der Lebensgrundlagen stärker eingebunden werden; dabei wird es auch um systematischere Vorkehrungen zur Entschärfung von Konflikten gehen, damit die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften langfristig gestärkt wird.

Hintergrund

Die EU-Unterstützung für Nigeria stammt aus dem 11. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) beläuft sich für den Zeitraum 2014-2020 auf 562 Mio. Euro, einschließlich der 50 Mio. Euro, um die das Nationale Richtprogramm des Landes im Anschluss an die Halbzeitüberprüfung des 11. Europäischen Entwicklungsfonds aufgestockt wurde.

Das Nationale Richtprogramm Nigerias konzentriert sich auf drei Schwerpunktbereiche:

1) Die Maßnahmen im Bereich Gesundheit, Ernährung und Resilienz (280 Mio. Euro) tragen zur Armutsbekämpfung bei, indem durch eine bessere Politik und Verwaltung positive Veränderungen in Bezug auf die Gesundheitsversorgung, den sozialen Zusammenhalt, die Überlebensraten von Müttern und Kindern und die Resilienz der am stärksten gefährdeten Haushalte, insbesondere in Nordnigeria, herbeigeführt werden.

2) Nachhaltige Energie und Zugang zur Stromversorgung in Nigeria.

3) Im Bereich Rechtsstaatlichkeit, Regierungsführung und Demokratie (100 Mio. Euro) geht es darum, einen Beitrag zu den staatlichen und den zivilgesellschaftlichen Maßnahmen zu leisten, die auf die Verbesserung der wirtschaftspolitischen Steuerung, die Konsolidierung der Rechtsstaatlichkeit, die Förderung von Frieden und Sicherheit, die Stärkung der demokratischen Prozesse und die weitere Unterstützung der Steuerung von Migration und Mobilität abzielen.

 

Weitere Informationen:

EU-Entwicklungszusammenarbeit mit Nigeria 

Die EU-Handelsbeziehungen mit Westafrika

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