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Kommission schlägt ausgewogene Fangquoten für die Ostsee für 2020 vor

(30.08.2019) Die EU-Kommission hat heute ihren Vorschlag für Fangquoten in der Ostsee für das Jahr 2020 vorgelegt.

Darin schlägt die Kommission eine Erhöhung der Fangmöglichkeiten für Hering im Golf von Riga und eine unveränderte Fangquote für Lachs im Finnischen Meerbusen vor. Für die übrigen Bestände (Hering, Scholle, Sprotte, Dorsch aus dem östlichen und westlichen Ostseeraum) ist eine Verringerung der Fangmengen vorgesehen.

„Trotz der Bemühungen unserer Fischer und Behörden ist die Lage der Fischbestände in der Ostsee ernst, insbesondere bei Dorsch in der östlichen beim Hering in der westlichen Ostsee. Im Einklang mit den wissenschaftlichen Gutachten schlagen wir ein vorsichtiges Paket vor, um sicherzustellen, dass die nachhaltige Fischerei in der Ostsee im Laufe der Zeit fortgesetzt werden kann“, sagte Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei.

Die vorgeschlagenen zulässigen Gesamtfangmengen (TAC) basieren auf wissenschaftlichen Gutachten des Internationalen Rates zur Erforschung der Meere (link is external)und folgen dem mehrjährigen Bewirtschaftungsplan für die Ostsee, der 2016 vom Rat und vom Europäischen Parlament angenommen wurde. Durch gemeinsame Anstrengungen der Beteiligten ist es in den letzten Jahren gelungen, wichtige Bestände in der Ostsee wieder aufzubauen und damit, bei Vorliegen vollständiger wissenschaftlicher Gutachten, 7 von 8 TAC im Einklang mit dem Grundsatz des höchstmöglichen Dauerertrags, der 95 Prozent der angelandeten Fischanlandungen abdeckt, zugelassen werden können.

Wissenschaftler haben jedoch kürzlich festgestellt, dass die Situation weniger stabil war als bisher angenommen. Daher sind entschlossene Maßnahmen erforderlich, um sicherzustellen, dass alle Bestände auf einem Niveau liegen, das eine nachhaltige Nutzung ermöglicht. Der Rat wird nun den Vorschlag der Kommission prüfen, damit er am 14. und 15. Oktober angenommen werden kann.

 

Weitere Informationen:

Daily News vom 30.08.2019 

Die Website der Generaldirektion MARE

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