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Juncker und Mogherini bei EU-Botschafterkonferenz: „Die Welt erwartet, dass die Europäische Union eine führende Rolle spielt“

(03.09.2019) Die Europäische Union kann und muss über ihre aktuelle Rolle in der Weltpolitik hinauswachsen.

Das haben Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und die Hohe Beauftragte für die Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, bei der jährlichen EU-Botschafterkonferenz in Brüssel betont. „Es ist an der Zeit, dass sich Europa mehr auf der Weltbühne engagiert. Unser finanzielles Gewicht und unsere umfangreichen Netzwerke führen nicht immer zu einem gleichwertigen Einfluss“, sagte Juncker heute vor den aus allen Teilen der Welt angereisten Botschaftern der EU. Es sei an der Zeit, dass die EU nicht nur ein „Global Payer“ sei, sondern auch ein „Global Player“ werde.

Zum Auftakt der Botschafterkonferenz sagte Mogherini bereits gestern: „Die Welt erwartet, dass die Europäische Union eine führende Rolle spielt.“ Als Hohe Vertreterin werde sie ebenso oft gefragt wie die EU-Botschafter: „Bist Du dir dessen bewusst? Bist Du bereit dafür? Bist Du bereit, diese Rolle zu spielen?“ Die Erwartung auf der anderen Seite sei immer klar: „Es ist an uns, eine wichtige und führende Rolle zu spielen. Die Welt erwartet von uns, dass wir in einer sehr schwierigen Welt ein Bezugspunkt, ein Friedensstifter, ein Partner für Sicherheit und eine Stimme der Rationalität - ich würde sagen, manchmal sogar des gesunden Menschenverstands - sind.“

„In Südostasien oder in der Ukraine, in Afrika oder am Golf - was ich in den letzten Monaten gehört habe, ist, dass alle unsere Partner uns auffordern, weiterhin mit ihnen zusammenzuarbeiten, wie wir es in diesen Jahren getan haben, um Dialog und Vermittlung, den freien und fairen Handel oder den Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen“, sagte Mogherini. „Die Welt braucht uns heute, und es liegt in unserem Interesse, ein einheitliches und sehr starkes Engagement im Weltgeschehen in jeder einzelnen Region der Welt zu bewahren.“

„Europa ist per Definition eine kooperative und multilaterale Macht. In einer Zeit, in der die Idee einer kooperativen globalen Ordnung zunehmend unter Druck geraten ist, haben wir wie nie zuvor in den Multilateralismus investiert.“ Dazu gehöre zum einen die Arbeit im Rahmen der Vereinten Nationen, aber auch langjährige Partnerschaften und gute Beziehungen in allen Teilen der Welt: „Ich habe immer geglaubt, dass Europa eine Weltmacht ist, aber eine Weltmacht zu sein, bedeutet nicht, dass wir allein alle Fragen unserer Zeit lösen können. Keine Weltmacht kann das, wir alle brauchen Partner, wir müssen uns mit denen zusammenschließen, die unsere gleichen Interessen und Werte teilen. Ein Beispiel ist unsere neue Partnerschaft mit Afrika, auf die ich wirklich stolz bin.“

Mogherini sprach auf ihrer letzten EU-Botschafterkonferenz in der Rolle als Hohe Vertreterin zudem ihrem potentiellen Nachfolger Josep Borrell, der für das Amt des Hohen Vertreters nominiert ist, ihr Vertrauen aus: In seinen Händen werde die Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union nicht nur sicher sein, sondern sich weiterentwickeln.

 

Weitere Informationen:

Die gesamte Rede der Hohen Vertreterin (EN) 

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