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20 Jahre Mobilitätsförderung für junge Forscherinnen und Forscher: 100.000 Marie Skłodowska-Curie Stipendien vergeben

(07.03.17) Mit der Vergabe des hunderttausendsten Stipendiums aus den Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen feiert die Kommission heute (Dienstag) den Start des Programms zur Förderung der Mobilität und Karriereentwicklung von Wissenschaftlern vor 20 Jahren.

Seit 1997 ist der Anteil der geförderten Wissenschaftlerinnen an dem Programm besonders hoch.

Die Europäische Kommission stellt zum Jubiläum 30 Forscherinnen und Forscher vor, die eine vielversprechende Karriere vor sich haben, aus Deutschland z.B. Claudia Rödl von der Friedrich-Schiller Universität Jena, die zu Spektroskopie forscht. Spektroskopie bezeichnet eine Gruppe von physikalischen Methoden, in denen eine Strahlung nach einer bestimmten Eigenschaft wie Energie, Wellenlänge, Masse etc. zerlegt wird.

EU-Bildungskommissar Tibor Navracsics wies darauf hin, dass das 100.000 Marie Skłodowska-Curie Stipendium ein geeigneter Moment ist, darauf hinzuweisen, dass das Programm zukünftigen Generationen von Wissenschaftlerinnen den Weg gebahnt hat. „Daher bin ich, am Vortag des Internationalen Frauentag besonders stolz darauf, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen eines der Kernziele der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen ist und dass die Maßnahmen mit einem Stipendiatinnenanteil von 40 Prozent eine Spitzenstellung innerhalb des Programms Horizont 2020 einnehmen“, so Navracsics.

Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) wurden von der Europäischen Kommission eingerichtet, um die länder- und sektorübergreifende Mobilität und die Karriereentwicklung von Forschenden aus Technik und Management zu fördern und die Attraktivität von wissenschaftlichen Laufbahnen zu steigern. Ab 2014 werden die MSCA-Maßnahmen über das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation "Horizont 2020" finanziert.

Ziel der MSC-Maßnahmen ist die Schaffung eines starken Pools von europäischen Forschenden und die Steigerung der Attraktivität Europas für Forschende. In den einzelnen Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen werden unterschiedliche Zielgruppen von Forschenden adressiert, eingeteilt nach ihrer Forschungserfahrung. Altersgrenzen bestehen in den Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen nicht.

Gefördert werden Netzwerke zur Doktorandenausbildung, Forschungsaufenthalte erfahrener Forschender, Personalaustauschprogramme und Mobilitätsprogramme. Dabei werden (bestehende) europäische und internationale Partnerschaften zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Forschungsinfrastrukturen, Unternehmen, Kleinen und Mittleren Unternehmen und anderen Akteuren genutzt und weiter gefördert. Die Ausschreibungen sind themenoffen ("Bottom-up"). Ein wichtiges Kriterium für die Teilnahme ist die Mobilität der Forschenden.

Die Hauptförderlinien sind:

  • Förderung neuer Fähigkeiten durch eine exzellente Erstausbildung von Forschenden ("Doktorandenausbildung")
  • Förderung von Exzellenz durch grenzüberschreitende und sektor-übergreifende Mobilität (Forschungsaufenthalte - "Marie-Skłodowska-Curie-Fellowships")
  • Innovationsanreize durch die gegenseitige Bereicherung mit Wissen (Personalaustausch)
  • Steigerung der strukturellen Wirkung durch die Kofinanzierung von Tätigkeiten (Mobilitätsprogramme)

Seit April 2015 ist die Nationale Kontaktstelle MSC beim DLR Projektträger angesiedelt. Als Teil des Netzwerkes der Nationalen Kontaktstellen der Bundesregierung für das EU-Programm für Forschung und Innovation – Horizont 2020 ist die Kontaktstelle MSC direkt mit den nationalen Beratungsstellen vernetzt.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen: 100 000 herausragende Forscherinnen und Forscher unterstützt, bessere berufliche Chancen für Frauen in den Naturwissenschaften

Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen

Factsheet zu den Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen

Profile der Forscherinnen und Forscher

Nationale Kontaktstelle Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (NKS MSC)

 

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