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Europäischer Forschungsrat: Budgeterhöhung um 50 Millionen Euro bis 2020 geplant

(21.03.17) Forschungskommissar Carlos Moedas hat heute (Dienstag) zum Abschluss der Feiern zum 10-jährigen Bestehen des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) angekündigt, dass bis 2020 weitere 50 Mio. Euro für den Forschungsrat zur Verfügung stehen sollen.

Er wies darauf hin, dass der ERC bereits vom ersten Tag an eine Erfolgsgeschichte gewesen sei. Für die restliche Laufzeit des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020 plant die Kommission eine Erhöhung der Mittel für den Europäischen Forschungsrat um 50 Mio. Euro. Innerhalb von 10 Jahren sei der ERC zu einem Kraftzentrum der Wissenschaft geworden und weltweit für seine Unterstützung der Grundlagenforschung anerkannt, betonte Moedas in seiner Rede zum 10. Jahrestag.

In dieser Woche feiert der Europäische Forschungsrat mit Veranstaltungen in ganz Europa sein 10-jähriges Bestehen und kann auf eine beachtliche Bilanz in der Grundlagenforschungsförderung zurückblicken. Der Europäische Forschungsrat fördert exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit bahnbrechenden Forschungsprojekten. Seit 2007 wurden rund 7.000 Spitzenforscher („Champions“) und mehr als 50.000 Mitglieder in Forschungsteams, meist Doktoranden und Postdoktoranden, mit 12 Mrd. Euro gefördert. Über 1,9 Mrd. Euro gingen an mehr als 1000 Forscherinnen und Forscher in Deutschland. Die meisten der ERC-Preisträger sind unter 40 Jahre alt, mehr als 70 Prozent von ihnen haben Projekte durchgeführt, die zu Entdeckungen oder bedeutenden Fortschritten geführt haben. Auch für die Karrieren der geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren die ERC-Grants von großer Bedeutung: Sechs vom ERC geförderte Wissenschaftler erhielten bisher Nobelpreise, vier eine Fields-Medaille und weitere international hochdekorierte Auszeichnungen.

Entsprechend dieser Bilanz ist die weltweite Anerkennung für den ERC groß. Neun Länder haben  Abkommen mit der EU-Kommission geschlossen, um eigenen Wissenschaftlern Gastaufenthalte in ERC-Projekten zu ermöglichen.

Zur Feier des Jubiläums organisierten Forschungsinstitute und Behörden in Europa während der ERC-Woche vom 13. bis 19. März viele Veranstaltungen. In Deutschland fanden unter anderem Veranstaltungen in Bonn, Hamburg, Karlsruhe und Berlin statt. Dabei wurde z.B. am 14. März in Bonn das 10-jährige Bestehen des ERC mit einer großen Veranstaltung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Nationalen Kontaktstelle ERC gefeiert. Im Mittelpunkt standen Informationen und Tipps zur Antragstellung bei den ERC-Förderlinien.

Finanziert wird der Forschungsrat über das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020. Von 2014 bis 2020 verfügt der ERC über ein Budget von 13 Mrd. Euro, 2017 stehen davon 1,8 Mrd. Euro zur Verfügung.

Gefördert wird eine als Pionierforschung oder Frontier Research bezeichnete grundlagenorientierte Forschung. Der Begriff Frontier Research verdeutlicht das neue Verständnis einer bahnbrechenden und visionären Forschung, bei der die Grenzen zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung, zwischen klassischen Disziplinen sowie zwischen Forschung und Technologie aufgehoben werden.

Weitere Informationen:

10th anniversary of the European Research Council - Speech by Commissioner Moedas

Pressemitteilung: Ten years of the European Research Council: A European success story

ERC Press Pack

ERC achievements – infographic

Video: 10 years, 10 portraits

Nationale Kontaktstelle zum ERC

Pressekontakte ERC: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: +32 (0) 2 296 66 44; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: +32 (0) 2 298 76 31

Pressekontakt EU-Kommissionsvertretung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter (030) 2280 2900.