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60 Jahre Römische Verträge: Juncker reist zum Gipfel von Rom

(23.03.17) Am kommenden Samstag, 25. März, wird EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Gipfeltreffen von Rom teilnehmen.

Die Staats- und Regierungschefs der EU versammeln sich, um den 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge zu begehen, die Geburtsstunde der Europäischen Union. Auch in Deutschland finden anlässlich des Jubiläums zahlreiche Veranstaltungen statt.

Vor dem Gipfeltreffen in Rom hat die Kommission am 1. März mit dem Weißbuch zur Zukunft Europas eine europaweite Debatte zur Zukunft der EU der 27 nach dem Austritt Großbritanniens angestoßen. Das Weißbuch enthält mögliche Szenarien für die Zukunft Europas und lädt Bürger und Politiker zur Diskussion ein. Das Gipfeltreffen in Rom ist für die Staats- und Regierungschefs der EU die nächste Gelegenheit, diese Debatte voranzubringen. Sie wollen die Erklärung von Rom zur künftigen Entwicklung der EU annehmen.

Der Festakt zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge findet am Samstag ab 10.00 Uhr im Campidoglio statt, die Unterzeichnung der Erklärung von Rom ist für 11.20 Uhr geplant. Weitere Informationen gibt es hier.

Bereits am morgigen Freitag treffen sich im Palazzo Chigi auf Einladung des italienischen Premierministers unter anderem Präsident Juncker, Sozialkommissarin Thyssen sowie die Präsidenten des Europäischen Rates und des Europäischen Parlaments mit Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden, um über eine Stärkung der sozialen Dimension der EU zu sprechen.

Am Freitagabend wird Papst Franziskus die Staats- und Regierungschefs und Präsident Juncker zu einer Audienz im Vatikan empfangen. Danach ist ein Arbeitsessen mit dem Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani, und Nicola Alemanno, dem Bürgermeister der von einem Erdbeben zerstörten Stadt Norcia, geplant.

Rechtzeitig zu den Feierlichkeiten in Rom ist die 22jährige Französin Manon die erste junge Europäerin, die im Rahmen des neuen Europäischen Solidaritätskorps, das erst im Dezember 2016 ins Leben gerufen wurde, ihren Freiwilligendienst antritt. Sie wird im Rahmen des Interreg-Programms der EU zur Zusammenarbeit der Donauländer arbeiten. Mehr Informationen gibt es hier.

Veranstaltungen in Deutschland

Berlin

  • Am heutigen Donnerstag (23. März) lädt die Schwarzkopf-Stiftung gemeinsam mit der italienischen Botschaft und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland zu einer Diskussion mit jungen Europäerinnen und Europäern zur Zukunft Europas ein. Mehr Informationen gibt es hier.
  • Am 25. März (Samstag) gibt es im Europäischen Haus am Pariser Platz ein großes Bürgerfest, das die Vertretung der Europäischen Kommission und das Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland gemeinsam veranstalten. „Welches ist dein Europa?“  ist die Fragestellung, unter der in der Ausstellung ERLEBNIS EUROPA  diskutiert wird, welches der im Weißbuch vorgeschlagenen fünf Szenarien am besten geeignet ist, die EU im Sinne der Bürgerinnen und Bürger voranzubringen. Dazu gibt es ein Kinderprogramm und auch für Live-Musik ist gesorgt. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Am Samstag, den 25.3, startet um 12 Uhr auf dem  Bebelplatz in Berlin-Mitte der #MarchforEurope, zu dem die Union Europäischer Föderalisten (UEF) gemeinsam mit dem European Movement International (EMI), den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) und Stand Up for Europe die europäische Zivilgesellschaft aufgerufen hat.  Die Teilnehmer laufen bis zum Pariser Platz vor das Brandenburger Tor, wo sie symbolisch eine Mauer der Intoleranz und des Fremdenhasses einreißen werden. 
  • Die Vertretung der EU-Kommission wird bei dieser Demonstration live dabei sein, die Bürger fragen, wie sie Europas Zukunft sehen und die Atmosphäre rund ums Brandenburger Tor und am Europäischen Haus am Brandenburger Tor einfangen. Zum Livestream geht es hier.

München

  • Die Regionalvertretung der Europäischen Kommission in München und die Akademie für Politische Bildung laden am 27. März 2017 ab 18 Uhr zu einem Festakt in der Rotunde der Pinakothek der Moderne in München zum Thema „Mit Europa in die Zukunft“ aus. Das Programm gibt es hier.

Alle Veranstaltungen der Europäischen Kommission in Rom

  • Digital Day (23. März), Palazzo Doria Pamphilj: Vizepräsident Andrus Ansip und EU-Kommissar Günther Oettinger laden europäische Branchenvertreter und Minister ein, gemeinsam festzulegen, wie durch verstärkte Zusammenarbeit und eine bessere Vorbereitung unserer Gesellschaft und Wirtschaft das Potenzial des digitalen Umbaus Europas voll ausgeschöpft werden kann. Von den Mitgliedstaaten werden entsprechende Zusagen in Bezug auf Hochleistungsrechentechnik, vernetzte Mobilität, Digitalisierung der Wirtschaft und digitale Arbeitsplätze erwartet. Weitere Informationen gibt es hier.
  • Jean Monnet-Seminar „Europas Zukunft – dein Engagement ist gefragt“ (23. und 24. März), Hotel Quirinale: Über 100 Jean-Monnet-Professoren, politische Entscheidungsträger, Journalisten, Vertreter der Zivilgesellschaft, der Jugend und Studenten werden über die Zukunft der EU und über die Notwendigkeit diskutieren, die junge Generation stärker in den Ausbau des europäischen Projekts einzubeziehen.
  • Bürgerdialog (24. März), Acquario di Roma: Die Hohe Vertreterin und Vizepräsidentin der Kommission Federica Mogherini und der Premierminister Maltas Joseph Muscat, der zurzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, veranstalten einen Bürgerdialog mit Hunderten junger Europäer und in Rom studierender Erasmus-Studenten.
  • Treffen mit den Sozialpartnern (24. März), Palazzo Chigi: Im Rahmen dieser vom italienischen Premierminister Gentiloni geleiteten Veranstaltung diskutieren Präsident Juncker, Vizepräsident Dombrovskis und Kommissarin Thyssen sowie die Präsidenten des Europäischen Rates und des Europäischen Parlaments mit den Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden.
  • Forum und Konzert (24. März), Universität La Sapienza: Happy Birthday Europe – Neuer Kurs: Europa.
  • Konzert des EU-Jugendorchesters (25. März), Villa Medici: The Sound of a Dream.

Hintergrund: Die Römischen Verträge und Zahlen und Fakten zur EU

Die Römischen Verträge haben einen gemeinsamen Markt geschaffen, in dem Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital frei zirkulieren können, und damit das Fundament für Wohlstand und Stabilität für die Bürgerinnen und Bürger der EU gelegt. Auf dieser Grundlage und dank ihrer gemeinsamen Werte Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte gedieh die Union und gelang ihr die Wiedervereinigung des Kontinents nach dem Fall der Berliner Mauer. Sie gewährleistet auf Dauer Wohlstand und soziales und wirtschaftliches Wohlergehen für 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger.

60 gute Gründe für die EU hat die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland aus Anlass des 60. Jahrestages der Unterzeichnung der Römischen Verträge zusammengestellt, online unter www.60-gute-gruende.eu.

Die EU ist nunmehr ein Ort, wo Menschen eine einzigartige Vielfalt an Kulturen, Ideen und Traditionen genießen können. Europäerinnen und Europäer haben lebenslange Freundschaften geknüpft und können über Staatsgrenzen hinweg reisen, studieren und arbeiten. Die EU ist Vorreiterin in Sachen Gleichstellung der Geschlechter. Die Beschäftigungsquote der Frauen ist höher als je zuvor. 6,5 Millionen Europäerinnen und Europäer arbeiten derzeit in einem anderen EU-Mitgliedstaat. 1,7 Millionen Europäerinnen und Europäer überqueren auf ihrem Weg zur Arbeit täglich eine Staatsgrenze. 9 Millionen junge Europäerinnen und Europäer haben im Rahmen des Erasmus-Programms in einem anderen Mitgliedstaat gelernt, studiert, einen Teil ihrer Ausbildung absolviert oder Kontakte zu Berufskollegen geknüpft.

Im Jahr 2017 ist erstmals seit zehn Jahren jeder einzelne Mitgliedstaat auf Wachstumskurs. Der Euro ist in 19 von 28 EU-Ländern die gemeinsame Währung und 338,6 Millionen Menschen verwenden ihn jeden Tag. Die Europäische Union ist inzwischen der größte Handelsraum in der Welt. Die Ausfuhren der EU-27 erreichen einen Gesamtwert von rund 5,8 Billionen Euro. Dies entspricht mehr als einem Drittel der gesamten weltweiten Ausfuhren, mehr als dem Zweieinhalbfachen der Ausfuhren Chinas und mehr als dem Dreifachen der Ausfuhren der USA. Die EU ist für 80 Länder der wichtigste Handelspartner. Jede zusätzliche Exportmilliarde schafft 15 000 Arbeitsplätze in der EU.

Weitere Informationen:

Website der Kommissionsvertretung Berlin: www.60-gute-gruende.eu

Website des Europäischen Rates zum Ablauf am Samstag

Website: 60 Jahre Römische Verträge mit Veranstaltungen in den Mitgliedstaaten

Weißbuch zur Zukunft Europas

Pressekontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: +49 (30) 2280-2300

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter (030) 2280 2900.