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Kommission genehmigt weitere Sorten von genetisch veränderten Mais und Baumwolle

(04.07.17) Nach umfangreicher Prüfung hat die Europäische Kommission heute (Dienstag) die Verwendung von fünf Sorten genetisch veränderten Mais' und Baumwolle zur Nutzung in Lebens- und Futtermitteln zugelassen.

Die Genehmigung gilt nicht für den Anbau. Die Europäische Kommission musste über die Zulassung entscheiden, da es seitens der Mitgliedstaaten „keine Stellungnahme“ gab – also weder eine ausreichende Mehrheit für oder gegen die Zulassung.

Konkret wurde die Zulassung von zwei neuen Baumwollarten und zwei neuen Maisarten und die Erneuerung der Genehmigung für eine Maissorte (MON810) beschlossen. Zuvor hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Zulassung nach wissenschaftlicher Prüfung empfohlen.

Die Zulassung gilt für insgesamt 10 Jahre. Der Anbau von genetisch modifiziertem Mais ist hierbei explizit ausgenommen. Alle mit den neuen genetisch veränderten Organismen (GVOs) zusammenhängenden Produkte unterliegen den strengen Regeln der EU zur Kennzeichnungspflicht und zur Nachverfolgung auf dem Markt.

Die EU verfolgt in Bezug auf genetisch veränderte Organismen ein

sogenanntes Vorsorgekonzept, was bedeutet, dass ein GVO erst nach Erteilung einer Zulassung in Verkehr gebracht werden darf und auch nach dem Inverkehrbringen weiter überwacht wird, solange die Zulassung gültig ist. Dieser Ansatz gewährleistet ein hohes Schutzniveau für die Gesundheit von Mensch und Tier und die Umwelt.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Commission authorises five genetically modified products for food/ feed uses

Fragen und Antworten zur GVO-Politik der EU

Register der bereits authorisierten GVOs

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