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Elektronischer Identitätsnachweis: Deutschland schließt als erstes EU-Staat Notifizierung ab

(27.09.2017) EU-weit digital ein Gewerbe anmelden, die Steuern erklären, sich  immatrikulieren oder das Auto anmelden: Deutschland hat als erster EU-Mitgliedstaat gestern die Notifizierung des elektronischen Identitätsnachweises (eID) abgeschlossen.

Damit sind alle EU-Mitgliedstaaten ab September 2018 verpflichtet, ihre eigenen Verwaltungsverfahren für die deutsche Online-Ausweisfunktion zu öffnen.

Die EU-Kommission begrüßte die Notifizierung und fordert, dass auch alle anderen  EU-Mitgliedstaaten elektronische Identifikationsmittel nutzen. Im digitalen Binnenmarkt ist die Notifizierung erforderlich, damit nationale eIDs in allen Mitgliedstaaten anerkannt und genutzt werden können. Die  Mitgliedstaaten können zwar frei entscheiden können, ob sie ihre eIDs notifizieren. Aber sie müssen alle eIDs anderer Mitgliedstaaten anerkennen, die bereits notifiziert wurden.


Sobald eIDAS voll funktionsfähig ist, werden EU-Bürger und Unternehmen die Wahl haben, die eID für den Zugang zu digitalen öffentlichen Diensten in anderen Mitgliedstaaten zu nutzen. Auch die  private Wirtschaft kann mit den Regeln der eIDAS-Verordnung eID-Systeme grenzüberschreitend einsetzen.

Mit der eIDAS-Verordnung sollen die Identifizierungssysteme interoperabel und somit die Identifizierung für grenzüberschreitende Verwaltungsdienstleistungen EU-weit erheblich vereinfacht werden. 

 

Weitere Informationen:

Daily News vom 27. September

Informationen auf der Website des Bundesministeriums des Inneren

Die Verordnung Nr. 910/2014 über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/93/EG (eIDAS-Verordnung)

Am 29. September findet in Tallin das digitale Gipfeltreffen statt, bei dem die EU-Staats-und Regierungschefs weitere digitale Pläne erörtern werden.

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