Informationszentrum für die Region zwischen Elbe, Weser und Aller

EU investiert in Sauberkeit und der Sicherheit der Meere weltweit

(05.10.2017) Auf der Konferenz „Unser Ozean”, die heute und morgen in Malta stattfindet,  hat sich die EU verpflichtet, 36 konkrete Maßnahmen zu treffen, die den Gesundheitszustand, die Sauberkeit und die Sicherheit der Meere verbessern sollen.

Mehr als 550 Mio. Euro werden für Aktivitäten auf der ganzen Welt bereitgestellt. Dies unterstreicht die Entschlossenheit der EU, den Zustand der Meere zu verbessern, und ist ein positives Signal, das auch die übrige Welt (Regierungen und den privaten Sektor gleichermaßen) dazu ermutigt, aktiv zu werden. Unsere Ozeane sind mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert, die von Plastikmüll und dem Schutz von Meereslebewesen bis zu den Auswirkungen des Klimawandels und kriminellen Aktivitäten auf See reichen.

In ihrer Eröffnungsrede sagte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini: „Der Ozean ist ein globales Gut. Es ist ‚Unser Ozean‘, denn er gehört zur Menschheit, zu jedem einzelnen Menschen. Wir haben alle die Verantwortung das Gemeinsame zu bewahren – um es als Schatz zu bewahren und zu vermeiden, dass es zu einer Gefahr wird.“

„Die EU ist der Überzeugung, dass eine globalisierte Welt eine kooperative globale Führung braucht. Wir glauben in die Kraft der Diplomatie, wir investieren in sie, wir glauben und investieren in die Kraft gemeinsamer Regeln und internationaler Institutionen“, so Mogherini weiter.

Die 36 Maßnahmen betreffen folgende Bereiche:

- Die maritime Sicherheit bildet die Grundlage für Welthandel und Wohlstand, ist jedoch Bedrohungen ausgesetzt, die von Naturkatastrophen bis zu Piraterie, Menschenhandel und bewaffneten Konflikten reichen.

- Die Meeresverschmutzung stellt mit über 10 Millionen Tonnen Müll, die jedes Jahr ins Meer gelangen, ein enormes Problem dar. Bis zum Jahr 2050 könnte es in unseren Ozeanen mehr Plastik als Fisch geben.

- Die Wirtschaftsleistung der nachhaltigen blauen Wirtschaft wird heute mit 1,3 Mrd. Euro veranschlagt; sie dürfte sich bis zum Jahr 2030 verdoppeln. Dieses Thema hat die EU in die diesjährige Auflage der Konferenz „Unser Ozean“ aufgenommen, um stärkere Synergien zwischen nachhaltigen Lösungen für Meere sowie Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in Küstengemeinden in der ganzen Welt zu fördern.

- Der Klimawandel hat unmittelbare Folgen für die Ozeane; besonders besorgniserregend sind der steigende Meeresspiegel und die zunehmende Versauerung.

Meeresschutz: Weniger als 5 Prozent der Meeres- und Küstengebiete weltweit sind derzeit per Gesetz geschützt, und der Anteil der Gebiete, in denen diese Gesetze durchgesetzt werden, ist noch geringer – trotz eines Zielwerts der Vereinten Nationen von 10 Prozent für das Jahr 2020.

- Eine nachhaltige Fischerei ist die Voraussetzung dafür, dass auch die kommenden Generationen Zugang zu nahrhaften Fischereierzeugnissen in ausreichender Menge haben.

 

Weitere Informationen:

Website der Konferenz „Unser Ozean“

Factsheet mit allen 36 Maßnahmen

Die gesamte Eröffnungsrede von Federica Mogherini

Pressekontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!%3e">Laura Bethke Tel.: +49 (30) 2280 2190

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter (030) 2280 2900.