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EU unterstützt Italien beim Wiederaufbau nach den Erdbeben

(21.11.2017) Die Europäische Kommission unterstützt Italien – wie von Kommissionspräsident Juncker angekündigt – beim Wiederaufbau nach den Erdbeben in den Regionen Abruzzen, Latium, Marken und Umbrien in den Jahren 2016 und 2017.

Insgesamt sollen die Regionen 400 Mio. Euro aus EU- und nationalen Mitteln erhalten, darunter insgesamt 10 Mio. Euro für den Wiederaufbau der Basilika San Benedetto in Norcia. Heute hat die Kommission den Weg freigemacht für die Unterstützung der Region Umbrien mit 28 Mio. Euro aus den Kohäsionsfonds. Die Anpassung der regionalen Programme für Latium, Marken und Abruzzen wird in Kürze erfolgen.

EU-Regionalkommissarin Corina Crețu erklärte: „Wie Präsident Juncker schon sagte, wird der Wiederaufbau dieses Juwels des europäischen Kulturerbes in Norcia mit Mitteln aus den Kohäsionsfonds ein dauerhaftes Zeichen der europäischen Solidarität mit Italien setzen. Junge Freiwillige aus Frankreich, Griechenland oder Ungarn, mit deren Hilfe die Kirche von Benedikt von Norcia, dem Schutzpatron Europas, in alter Pracht wiederersteht – diese Geschichte wird Inspiration für zukünftige Generationen von Europäerinnen und Europäern sein.“

Die Mittel kommen aus den zusätzlichen 1,6 Mrd. Euro der Kohäsionsfonds, die Italien als Teil der „technischen Anpassung“ im Rahmen der Halbzeit-Neubewertung aller Mittel für die Kohäsionspolitik für den Zeitraum 2014-2020 unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise erhält.

Um die zusätzlichen Mittel und die neuen Investitionsprioritäten in das regionale Programm für die Kohäsionspolitik für Umbrien – die Region, in der die Stadt Norcia liegt – aufzunehmen, hat die Kommission heute die Anpassung dieses Programms genehmigt. In Kürze werden die regionalen Programme für Latium, Marken und Abruzzen dasselbe Verfahren durchlaufen.

In Umbrien werden die zusätzlichen Mittel aus der Kohäsionspolitik eingesetzt, um die Erdbebensicherheit von Schulen sowie die Energieeffizienz zu verbessern, lokale Unternehmen zu unterstützen und den Wiederaufbau kultureller Sehenswürdigkeiten, darunter der Basilika, zu finanzieren, um den Tourismus wieder anzukurbeln.

Hintergrund

Im November 2016, nach den verheerende Erbeben im August und Oktober 2016 und vor dem erneuten Erdbeben im Jänner 2017, sagte Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission: „Die EU muss Geld locker machen, um unseren italienischen Freunden zu helfen, die Erdbebenschäden zu beseitigen. Das ist auch eine europäische Verpflichtung. Zuallererst geht es um die Menschen; aber es geht auch um das vom Erdbeben zerstörte Kulturerbe. Da gibt es diese wunderbare Kathedrale in Norcia. Ich möchte, dass die EU hilft, sie wieder aufzubauen.“

Zusätzlich zu diesem Versprechen, das die Kommission heute einlöst, trafen im August 2017 junge Freiwillige des Europäischen Solidaritätskorps in Norcia ein, um der Bevölkerung beim Wiederaufbau der Stadt und der Basilika San Benedetto unter die Arme zu greifen – ein wertvoller und wichtiger Beitrag schon vor dem Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018.

Die EU-Unterstützung für Italien nach dem Erdbeben umfasst mehrere Schwerpunktbereiche, darunter 1,2 Mrd. Euro Finanzhilfen aus dem EU-Solidaritätsfonds, die höchste jemals einem Land aus diesem Fonds zugewiesene Summe.

 

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