Informationszentrum für die Region zwischen Elbe, Weser und Aller

Timmermans würdigt vor Katholiken in Bad Godesberg die Rolle der Kirche im Umgang mit Flüchtlingen

Bei der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken in Bad Godesberg hat der Erste Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, heute über die europäische Asyl- und Migrationspolitik gesprochen.

„In der Öffentlichkeit besteht oft der Eindruck, dass in der EU wenig Einigkeit herrscht. Dabei sind in den vergangenen zweieinhalb Jahren im Zuge der Migrationskrise wahrscheinlich mehr Fortschritte gemacht worden als in den 20 Jahren zuvor“, sagte Timmermans. Dies werde in der Wahrnehmung von der Auseinandersetzung über die Verteilung von Flüchtlingen überlagert. Es gebe nationale Unterschiede in der Art und Weise, wie die Gesellschaft mit dieser Herausforderung umgeht. „Hier sehe ich  eine bedeutende Rolle für die Kirche. Wir müssen in unseren Gesellschaften wieder zu einem gemeinsamen Verständnis gelangen, was christliche Werte und Nächstenliebe im Umgang mit Flüchtlingen bedeuten.“

Trotz der erzielten Fortschritte der vergangenen zwei Jahre, die zu einer nachhaltigen Stabilisierung der Situation beigetragen haben, sei Europa nach wie vor mit einer historischen Herausforderung konfrontiert, so Timmermans.


Papst Franziskus habe angesichts der weltweiten Fluchtbewegungen von einer „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ gesprochen. „Ich hoffe, dass es uns durch unser gemeinsames Handeln gelingt, eine „Globalisierung des Mitgefühls“ zu fördern“, sagte Timmermans. „Hier kann und muss die katholische Kirche ihrer Verantwortung gerecht werden und dazu beitragen, dass unsere christlichen Werte im Vordergrund unseres Handelns stehen, auch im Dialog mit Kirchen in anderen Mitgliedstaaten.“

 

Weitere Informationen:

Der ganze Text der Rede wird auf der Website von Frans Timmermans veröffentlicht.

Migration und Flucht – was tut die EU?

Pressekontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter (030) 2280 2900.