Europäische Weltraumkonferenz: Breton skizziert EU-Prioritäten für die Raumfahrt im Jahr 2021

(12.01.2021) Über die Prioritäten der Europäischen Union für eine grüne, digitale, widerstandsfähige und sichere Raumfahrt diskutieren heute (Dienstag) und morgen die Hauptakteure des Sektors. 

Auf der 13. Europäischen Weltraumkonferenz legte EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton heute (Dienstag) in einer Grundsatzrede die wichtigsten Prioritäten für das Jahr 2021 dar: die Konsolidierung und Entwicklung der EU-Flaggschiffprogramme Copernicus und Galileo, die strategische Autonomie Europas im Weltraum, die Entwicklung sicherer Konnektivität und Europa als internationale Drehscheibe für Raumfahrtunternehmen.

2021 wird ein entscheidendes Jahr für die EU-Raumfahrtstrategie und für die Position Europas auf der globalen Raumfahrtbühne sein. „Wir haben enorme Herausforderungen zu bewältigen, mit dem ernstzunehmenden Risiko, an Boden zu verlieren. Wir müssen in der Lage sein, die Ressourcen zu finden, um uns neu zu erfinden, um Tabus zu brechen und die etablierte Zusammenarbeit zu durchbrechen“, sagte Thierry Breton und fordert eine grundlegende Überarbeitung der Art und Weise, wie in Europa die Raumfahrt betrieben wird. „Natürlich werden wir unsere Stärken und vergangenen Erfolge weiter ausbauen. Aber wir müssen auch neue erfinden“, so der Kommissar weiter. Dafür wolle er eng mit allen Partnern zusammenarbeiten: mit den Mitgliedstaaten, dem Parlament, der Industrie und der ESA.

„Im vergangenen Jahr haben wir äußerst wichtige Fortschritte für die Zukunft der europäischen Raumfahrtpolitik erzielt“, unterstrich Breton. „Erstens haben wir ein wichtiges Budget gesichert - 13,2 Mrd. Euro. Dies ist das größte Budget, das jemals auf EU-Ebene für die Raumfahrt bereitgestellt wurde.“ Hinzu kommen die Investitionen der ESA und in den Mitgliedstaaten. „Zweitens haben wir uns auf das neue EU-Raumfahrtprogramm geeinigt, das erste seiner Art für Europa. Damit werden wir in der Lage sein, die europäische Raumfahrtpolitik in all ihren Dimensionen zu betreiben.“ Die Umsetzungsmodalitäten werden noch diskutiert, aber er sei zuversichtlich, dass einen Weg gefunden werde, um die Kontinuität der Programme zu gewährleisten und gleichzeitig eine moderne, flexible und effiziente Verwaltung sicherzustellen.

Morgen wird der Hohe Vertreter/Vizepräsident Josep Borrell eine Grundsatzrede über die Bedeutung der Raumfahrt für die Gemeinsame Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU halten.

Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, nimmt ebenfalls an der Konferenz teil und spricht über die Finanzierung und Unterstützung von Forschung und Innovation, damit die EU in der Raumfahrt eine weltweit führende Rolle einnehmen kann.

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