Deutsche sprechen sich mehrheitlich für ein soziales Europa aus

(01.03.2021) Eine heute (Montag) von der Kommission vorgestellte Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass ein soziales Europa, das sich für faire Arbeitsbedingungen, Sozialschutz und Chancengleichheit einsetzt, für die große Mehrheit der europäischen Bürgerinnen und Bürger hohe Priorität hat.

Laut der Umfrage ist für 91 Prozent der Befragten in Deutschland ein soziales Europa wichtig, europaweit teilen fast neun von zehn Europäern (88 Prozent) diese Ansicht. In dieser Woche wird die Europäische Kommission ihren Aktionsplan zur Europäischen Säule sozialer Rechte vorlegen.

Die drängendsten Fragen für die Europäerinnen und Europäer sind Chancengleichheit und Zugang zum Arbeitsmarkt, faire Arbeitsbedingungen und Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung. Von der Europäischen Säule Sozialer Rechte erhoffen sich 79 Prozent der Befragten in Deutschland und Europa ein Mehr an Beschäftigung und Teilhabe. 62 Prozent in Deutschland und europaweit glauben, dass es im Jahr 2030 ein sozialeres Europa geben wird.

Bei der EU-Wirtschafts- und Sozialpolitik sind den meisten Deutschen gleiche Chancen beim Zugang zum Arbeitsmarkt am wichtigsten (D: 48 Prozent, EU27: 46 Prozent), gefolgt von fairen Arbeitsbedingungen (D: 47 Prozent, EU27: 45 Prozent) und Lebensstandard (D: 36 Prozent, EU27: 41 Prozent).

Mehr Entscheidungen auf EU-Ebene fordern 79 Prozent der Befragten in Deutschland bei fairen Arbeitsbedingungen in Europa (EU27: 74 Prozent) und der Gleichbehandlung von Frauen und Männern (D: 74 Prozent, EU27: 70 Prozent).

Gefragt, was ihrer Meinung nach am wichtigsten für die Zukunft Europas sei antworten die meisten der befragten Deutschen „Renten“ (D: 36 Prozent, EU27: 25 Prozent) und „Ausbildung und lebenslanges Lernen“ (D: 30 Prozent, EU27: 25 Prozent). Künftige Maßnahmen auf EU-Ebene erwarten dementsprechend 30 Prozent der Deutschen bei Rente, Ausbildung und lebenslangem Lernen. Im europäischen Durchschnitt erwarten mit 34 Prozent die meisten Befragten EU-Maßnahmen bei der Gesundheitsversorgung (D: 28 Prozent).

Dass soziale Rechte künftig eine größere Rolle spielen werden, glauben 62 Prozent der Deutschen und 51 Prozent der Befragten in anderen EU-Ländern.

27.213 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den 27 Mitgliedstaaten beteiligten sich zwischen dem 20. November und dem 21. Dezember an der Befragung für das aktuelle Spezial-Eurobarmeter zu Sozialen Angelegenheiten.

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