EU und Kanada stärken Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheit, Klimawandel und Handel

(15.06.2021) Gestern (Montag) haben Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel gemeinsam mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell den kanadischen Premierminister Justin Trudeau in Brüssel getroffen. In einer gemeinsamen Erklärung heben die Führungsspitzen gemeinsame Initiativen und Kooperationen hervor, unter anderem um die Coronavirus-Pandemie zu beenden, eine nachhaltige globale Erholung zu unterstützen und den Klimawandel zu bekämpfen.

Auf einer Pressekonferenz sagte Präsidentin von der Leyen heute (Dienstag): „Wir verfolgen die gleichen Interessen, wir haben die gleichen Werte, wir teilen das gleiche Weltbild. Und wir sind uns darüber einig, dass wir den Multilateralismus stärken wollen, um die globalen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen.“

Beim Thema Gesundheit kündigte die Kommissionspräsidentin weiterhin enge Kooperation an und erinnerte daran, welche Bedeutung Impfstoffe bei der Überwindung der Pandemie weltweit spielen. „Wir wollen sicherstellen, dass Kanada weiß, dass man sich auf uns verlassen kann, dass man sich auf die europäische Solidarität verlassen kann. Kanada ist das viertwichtigste Exportziel für COVID-19-Impfstoffe aus der EU. Wir haben gewährleistet, dass Impfstoffe ohne Unterbrechung nach Kanada geliefert wurden, und wir werden dies natürlich auch weiterhin tun.“

Neben Impfstoffen müsse aber auch für eine bessere Vorbereitung gesorgt werden. Die Erklärung von Rom, die die G20 beim Weltgesundheitsgipfel in Mai verabschiedet hatten, biete einen Fahrplan für die Erholung und sorge für eine stärkere und bessere Vorbereitung auf künftige globale Gesundheitskrisen. „Wir brauchen eine bessere Überwachung; wir brauchen eine bessere Vorbereitung der Infrastrukturen. Es wäre gut, wenn wir zusammenarbeiten – und darauf haben wir uns auch verständigt – um die Weltgesundheitsorganisation WHO zu reformieren, da wir insbesondere das Frühwarnsystem verbessern müssen und die Ermittlungsbefugnisse der WHO ausbauen müssen. Denn wir alle wissen, dass wir zu Beginn der Pandemie wertvolle Monate verloren haben“, so Ursula von der Leyen.

Auf dem Gipfeltreffen wurde ein Dialog zwischen der EU und Kanada zum Thema Gesundheit beschlossen, um Fachwissen, Erkenntnisse und bewährte Verfahren auszutauschen. Zudem wurde auch erörtert, wie sichergestellt werden kann, dass neue Technologien wie mRNA nach Afrika oder zum Beispiel nach Lateinamerika gelangen. Ein wichtiger Schritt bestehe darin, innerhalb des TRIPS-Übereinkommens Einvernehmen zu schaffen, so die Kommissionspräsidentin auf der Pressekonferenz.

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