Für technologische Souveränität und strategische Autonomie: EU-Verteidigungsfonds startet mit 1,2 Milliarden Euro

(01.07.2021) Die EU-Kommission hat gestern (Mittwoch) das Arbeitsprogramm für 2021 für den Europäischen Verteidigungsfonds angenommen. Damit können 23 Ausschreibungen für kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von insgesamt 1,2 Mrd. Euro veröffentlicht werden.

Außerdem werden 26 neue Projekte im Rahmen des Europäischen Programms zur industriellen Entwicklung im Verteidigungsbereich (EDIDP) mit insgesamt 158 Mio. Euro unterstützt. Zudem erhalten zwei große Projekte zu europäischen ferngesteuerten Flugsystemen, auch als Eurodrone bekannt, sowie zu gesicherter software-definierter Funktechnik insgesamt 137 Mio. Euro im Rahmen des EDIDP.

„Durch seinen Schwerpunkt auf Innovation und neu entstehende Technologien und einen inklusiven Ansatz spielt der Europäische Verteidigungsfonds nun eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, den Beitrag unserer innovativsten KMU zu einer florierenden Verteidigungsindustrie und eine verstärkte grenzüberschreitende industrielle Zusammenarbeit zu fördern und sich den europäischen Lieferketten anzuschließen“, sagte Margrethe Vestager, die für das Ressort „Ein Europa für das digitale Zeitalter“ zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin.

„Dies wird die Wettbewerbsfähigkeit der EU fördern und zur Verwirklichung der digitalen Ambitionen der EU beitragen. Die Ergebnisse des EDIDP, die mit einer erheblichen Beteiligung von KMU in der gesamten EU erzielt wurden, beweisen, dass das Schaffen von Möglichkeiten für Unternehmen jeder Größe der richtige Weg zu Innovation und Spitzenleistungen ist. Dass 30 Prozent der Mittel an KMU fließen, ist ein sehr vielversprechender Auftakt.“

„Mit der Verwirklichung des Europäischen Verteidigungsfonds verfügt Europa über ein leistungsfähiges Instrument zum Aufbau von technologischer Souveränität und strategischer Autonomie im Verteidigungsbereich“, sagte EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton. Wir müssen für seine rasche Umsetzung sorgen, um die globale Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit unserer Verteidigungsindustrie zu erhalten.

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