Strategische Vorausschau 2021 nimmt langfristige Handlungsfähigkeit der EU in den Blick

(08.09.2021) Die Europäische Kommission hat heute (Mittwoch) ihre zweite strategische Vorausschau angenommen. Unter dem Titel „Die Handlungsfähigkeit und Handlungsfreiheit der EU“ zeigt sie eine zukunftsorientierte und multidisziplinäre Perspektive zur strategischen Autonomie der EU in einer zunehmend multipolaren und umstrittenen Weltordnung auf.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte dazu: „Die europäischen Bürgerinnen und Bürger erleben fast täglich, dass globale Herausforderungen wie Klimawandel und digitaler Wandel direkte Auswirkungen auf ihr Privatleben haben. Wir alle spüren, dass unsere Demokratie und unsere europäischen Werte sowohl extern als auch intern in Frage gestellt werden oder dass Europa seine Außenpolitik aufgrund einer sich verändernden Weltordnung anpassen muss. Frühzeitige und bessere Informationen über solche Trends helfen uns dabei, derart wichtige Themen rechtzeitig anzugehen und unsere Union in eine positive Richtung zu lenken.“

Die Kommission hat vier globale Haupttrends herausgefiltert, die Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit und Handlungsfreiheit der EU haben: Klimawandel und andere ökologische Herausforderungen; digitale Hyperkonnektivität und technologischer Wandel; Druck auf Demokratie und Werte und weltpolitische Verschiebungen und Demografie. Ferner wurden zehn Hauptaktionsbereiche festgelegt, in denen die EU Chancen für ihre weltweite Führungsrolle und ihre offene strategische Autonomie nutzen kann. Damit wird die strategische Vorausschau weiterhin in die Arbeitsprogramme und Prioritätensetzung der Kommission einfließen.

Der für interinstitutionelle Beziehungen und Vorausschau zuständige Vizepräsident Maroš Šefčovič fügte hinzu: „Auch wenn wir nicht wissen, was die Zukunft bringt, wird ein besseres Verständnis der wichtigsten Megatrends, Unsicherheiten und Chancen die Handlungsfähigkeit und Handlungsfreiheit der EU langfristig verbessern. In dieser strategischen Vorausschau werden daher vier Megatrends mit erheblichen Auswirkungen auf die EU untersucht und zehn Aktionsbereiche festgelegt, um unsere offene strategische Autonomie zu stärken und unsere globale Führungsrolle bis 2050 zu festigen. Die Pandemie hat ehrgeizige strategische Entscheidungen nur noch notwendiger gemacht, und dieser Bericht wird uns dabei helfen, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.“

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