Gleichstellungsindex 2021: Europa kommt bei der Gleichstellung kaum voran

(28.10.2021) Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) hat heute (Donnerstag) die Ergebnisse seines jährlichen Gleichstellungsindexes veröffentlicht. Insgesamt hat die EU 68 von 100 Punkten erreicht, was einen Anstieg von nur 0,6 Punkten gegenüber der letztjährigen Ausgabe bedeutet.

Der EIGE-Index zeigt auch große Unterschiede in der Bewertung der Geschlechtergleichstellung zwischen den einzelnen Ländern.

Schweden und Dänemark sind im diesjährigen Index erneut Spitzenreiter, gefolgt von den Niederlanden, die Finnland und Frankreich überholt haben und nun den dritten Platz belegen. Die Werte für die Gleichstellung der Geschlechter sind von Land zu Land sehr unterschiedlich. Sie reichen von 83,9 Punkten in Schweden bis zu 52,6 Punkten in Griechenland. Deutschland liegt mit 68,6 Punkten auf Platz 10. Luxemburg, Litauen und die Niederlande haben sich seit der letztjährigen Ausgabe am stärksten verbessert. Slowenien war das einzige Land, das einen Rückschritt verbuchte.

Bei Beteiligung am Erwerbsleben liegt Deutschland mit 84,2 Punkten über dem europäischen Durchschnitt von 81,3 Punkten, bei finanziellen Mitteln mit 84,5 Punkte deutlich über den EU-Durchschnitt von 76,9 Punkten, ebenfalls bei Teilhabe an wirtschaftlicher (Deutschland: 64, 4 Punkte, EU27: 48,8 Punkte) und politischer Macht (Deutschland: 66,7 Punkte, EU27: 58,5 Punkte).

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