EU investiert mehr als 1 Mrd. Euro in Projekte zur Dekarbonisierung der Wirtschaft

(16.11.2021) Die Europäische Union investiert im Rahmen des Innovationsfonds mehr als 1,1 Mrd. Euro in sieben großangelegte innovative Projekte. Das gab die EU-Kommission heute (Dienstag) bekannt. Mit den Finanzhilfen werden Projekte unterstützt, die darauf abzielen, in energieintensiven Industrien sowie in den Bereichen Wasserstoff, CO2-Abscheidung, -Speicherung und -Nutzung sowie erneuerbare Energien bahnbrechende Technologien auf den Markt zu bringen.

Die Projekte befinden sich in Belgien, Italien, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Spanien und Schweden.

Exekutiv-Vizepräsident Frans Timmermans erklärte dazu: „Innovationen sind von entscheidender Bedeutung, um die Lösungen zu finden, die wir in diesem Jahrzehnt brauchen, damit das 1,5-Grad-Ziel erreichbar bleibt. Zusammen mit drastischen Emissionsreduktionen sind Innovationen der richtige Weg zur Erfüllung des Übereinkommens von Paris. Mit dem heutigen Beschluss erhalten Projekte im Bereich saubere Technologien in ganz Europa konkrete Unterstützung und die Möglichkeit, wegweisende Technologien weiterzuentwickeln, die den Übergang zur Klimaneutralität unterstützen und beschleunigen. Im Rahmen unseres Pakets ‚Fit für 55‘ haben wir vorgeschlagen, den Innovationsfonds aufzustocken, damit im weltweiten Wettlauf um Klimainnovationen noch mehr innovative europäische Projekte und Ideen vorangebracht werden können.“

Die sieben Projekte wurden im Zuge der ersten Aufforderung im Rahmen des Innovationsfonds zur Einreichung von Vorschlägen für Großprojekte, d. h. Projekte mit Gesamtkapitalkosten von mehr als 7,5 Mio. Euro, ausgewählt. Sie wurden von unabhängigen Sachverständigen daraufhin bewertet, ob sie im Vergleich zu herkömmlichen Technologien Treibhausgasemissionen senken und über den Stand der Technik hinausgehende Innovationen schaffen können. Gleichzeitig wurde geprüft, ob sie ausgereift genug sind, um ihre rasche Einführung zu ermöglichen. Weitere Auswahlkriterien waren die Skalierbarkeit und die Kostenwirksamkeit der Projekte.

Die ausgewählten Projekte decken ein breites Spektrum von Sektoren ab, die für die Dekarbonisierung verschiedener Teile der europäischen Industrie und Energiewirtschaft relevant sind, etwa den Chemie-, den Stahl, den Zement-, den Raffinerie- sowie den Strom- und Wärmesektor. Alle Projekte sind entweder bereits Teil von Industrieknotenpunkten oder bilden den Ausgangspunkt für Cluster zur Dekarbonisierung miteinander verbundener Wirtschaftszweige.

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