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Energieunion: Kommission wählt grenzüberschreitende Projekte von gemeinsamem Interesse aus

(31.10.2019) Heute hat die Europäische Kommission die vierte Liste von über 150 Projekten von gemeinsamem Interesse (PCI) für ein europäisches Energienetz angenommen, das in Zukunft saubere, erschwingliche und sichere Energie für alle Europäer bereitstellen soll.

Deshalb konzentrieren sich die neuen Projekte auf wichtige Stromverbindungen und intelligente Netze. Mehr als ein Dutzend Projekte mit deutscher Beteiligung können gefördert werden, unter anderem die Verbindungsleitung zwischen Norwegen und Deutschland, bekannt als „NordLink“ oder Windkraft-Drehkreuze in der Nordsee.

 

Der für die Energieunion zuständige Vizepräsident Maroš Šefčovič sagte: „Die Energieunion ist ein wichtiger Motor für Innovationen im Bereich der sauberen Energien in Europa und der übrigen Welt. Wir sorgen dafür, dass diese Energiewende sozial gerecht ist, zu Innovationen führt und auf einer intelligenten Infrastruktur basiert, die an die Bedürfnisse des zukünftigen Energiesystems angepasst ist. Im Rahmen unserer Projekte von gemeinsamem Interesse bauen wir starke Netze in ganz Europa auf, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen.“

Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, sagte: „Europas Übergang zu einer neuen Energieunion ist in vollem Gange, mit einem Rekordniveau bei sauberen und erneuerbaren Energien und schnell sinkenden Kosten. Aber die europäische Energieinfrastruktur muss in die gleiche Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit voranschreiten, um diesen Übergang voll zu unterstützen. Deshalb konzentrieren wir die neue Projektliste auf wichtige Stromverbindungen und intelligente Netze. Die heutigen Schritte zur Förderung einer sauberen Energieinfrastruktur sind ein weiterer wichtiger Schritt, um unser Energiesystem nachhaltiger, wettbewerbsfähiger und sicherer zu machen - ein echter europäischer Mehrwert, der unsere auf Solidarität basierende Europäische Energieunion konsolidiert.“

 

Hintergrund

PCIs sind grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte, die die Energiesysteme der EU-Mitgliedstaaten miteinander verbinden und der EU helfen sollen, ihre energiepolitischen und klimapolitischen Ziele zu erreichen: bezahlbare, sichere und nachhaltige Energie für alle Bürger und die langfristige Dekarbonisierung der Wirtschaft im Einklang mit dem Pariser Abkommen. PCIs sind Projekte, die erhebliche Auswirkungen auf die Energiemärkte und die Marktintegration in mindestens zwei EU-Ländern haben, den Wettbewerb auf den Energiemärkten ankurbeln und die Energiesicherheit der EU durch Diversifizierung der Quellen fördern und schließlich durch die Integration erneuerbarer Energien zu den Klima- und Energiezielen der EU  beitragen.

Im Rahmen der 2013 verabschiedeten Verordnung über die transeuropäischen Netze (TEN-E)  ermittelt die Kommission die wichtigsten PCIs in der gesamten EU, so dass diese Projekte von der vereinfachten Genehmigung und dem Recht auf Beantragung von EU-Mitteln aus der Connecting Europe Facility profitieren können.

Mehr als 70 Prozent der Projekte entfallen auf Elektrizitäts- und Smart Grids-Projekte, was die zunehmende Rolle der erneuerbaren Energien im Energiesystem und den Bedarf an Netzverstärkungen widerspiegelt, die die Integration erneuerbarer Energien und einen stärkeren grenzüberschreitenden Handel ermöglichen.

Die Projekte auf der vierten PCI-Liste wurden in den letzten 18 Monaten in einem offenen, transparenten und integrativen Prozess im Einklang mit den Bestimmungen der TEN-E-Verordnung bewertet und ausgewählt. An dem Prozess waren Interessengruppen beteiligt, darunter Verbraucher- und Umweltschutzorganisationen. Diese Gruppen haben dynamisch an den Sitzungen der Regionalgruppen teilgenommen.

 

Nächste Schritte

Der delegierte Rechtsakt mit der vierten heute angenommenen PCI-Liste wird dem Europäischen Parlament und dem Rat für einen Zeitraum von zwei Monaten ohne Widerspruch vorgelegt, der einmal verlängert werden kann.

 

Weitere Informationen:

Die Liste von Projekten von gemeinsamem Interesse

Q&A

Die PCI-Website 

Pressekontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, +49 (30) 2280-2190

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!oder telefonisch unter (030) 2280 2900

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