Europa-Informationszentrum für die Region zwischen Elbe, Weser und Aller beim Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg

EU unterstützt Biotech-Unternehmen aus München im Kampf gegen Krebs

(11.02.2020) Die Europäische Investitionsbank (EIB) unterstützt im Rahmen der EU-Investitionsoffensive die ITM Isotopen Technologien München AG für innovative Krebstherapien.

Die Gelder sollen zur Unterstützung der Forschungs- und Entwicklungsstrategie des Biotechnologie-Unternehmens beitragen. Konkret geht es um die Forschung und Entwicklung von Therapien gegen eine Reihe von Krebsarten wie neuroendokrine Tumore und Knochenmetastasen.

Alle neun Sekunden wird in der EU ein neuer Krebsfall diagnostiziert. Bereits nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache. Auch deswegen ist die Krebsbekämpfung für Europas Zukunft von fundamentaler Bedeutung.

Der für Wirtschaft zuständige Kommissar, Paolo Gentiloni, sagte: „Ich bin stolz, dass die Europäische Kommission die wegweisende Forschung, die ITM unternimmt, unterstützt. Diese Bemühungen können sich als lebenswichtig für sehr viele Menschen erweisen. Die Finanzierung aus der Investitionsoffensive für Europa ermöglicht es der Europäischen Investitionsbank, hochinnovative Projekte wie dieses zu finanzieren. Die Ergebnisse solcher Projekte sind zwar ungewiss, aber ihr Potenzial, lebensverändernde Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln, ist immens.“

Das Darlehen für ITM wird durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) unterstützt. Besser bekannt als „Juncker-Plan“, arbeiten bei dieser Initiative die EIB und die Europäische Kommission als strategische Partner zusammen. Mit ihren Finanzierungen trägt diese Partnerschaft dazu bei, die europäische Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen.

Darüber hinaus hat die Kommission in der vergangenen Woche eine EU-weite öffentliche Konsultation zu Europas Plan zur Bekämpfung von Krebs  eingeleitet. Ziel der öffentlichen Konsultation ist es, EU-Bürgerinnen und -Bürgern sowie Interessenträgern Gelegenheit zu geben, sich einzubringen und dazu Stellung zu nehmen, wie das Thema in der EU am besten angegangen werden sollte. Die Ergebnisse der Konsultation werden in den Entwurf des europäischen Krebsbekämpfungsplans einfließen und dabei helfen, die Themenbereiche und den Umfang der künftigen Maßnahmen abzustecken. Die Konsultation läuft über 12 Wochen. Die Ergebnisse sollen in einen europäischen Plan zur Krebsbekämpfung einfließen, der bis Ende des Jahres vorliegen soll.

 

Hintergrund

Jedes Jahr wird bei 3,5 Millionen Menschen in der Europäischen Union Krebs diagnostiziert. 40 Prozent der EU-Bürgerinnen und -Bürger werden im Laufe ihres Lebens unmittelbar mit Krebs zu tun haben. Außerdem stellen Krebserkrankungen eine massive Belastung für die Gesundheits- und Sozialsysteme dar, setzen die öffentlichen Haushalte unter Druck und beeinträchtigen Produktivität und Wachstum der Wirtschaft, einschließlich der Gesundheit der Arbeitskräfte in der EU.

Die Förderung der Forschungs- und Entwicklungsstrategie des Unternehmens im Bereich der Krebsforschung ist Teil der Investitionsoffensive für Europa. Zu diesem Zweck werden vorhandene und neue Finanzierungsmittel intelligenter genutzt. Durch die EU-Garantien kann ein größerer Teil des Projektrisikos z.B. von der EIB, übernommen werden. Damit wird es ebenfalls privaten Geldgebern erleichtert, sich an den Projekten zu beteiligen.

Bis Dezember 2019 hat der Investitionsplan EU-weit Investitionen in Höhe von 458,8 Mrd. Euro mobilisiert und mehr als eine Million Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen unterstützt.

 

 

Weitere Informationen:

Vollständige Pressemitteilung

Factsheet „ Why do we need an EU Cancer Plan   ”

Factsheet “ Fighting Cancer Through Research 

Konsultation zum Fahrplan für den europäischen Plan zur Krebsbekämpfung 

Webseite zur Strategie zur Krebsbekämpfung

Europäischer Kodex zur Krebsbekämpfung

Video zu Krebsbehandlungen 

Pressekontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: +49 (30) 2280-2300

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.