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Europäische Kommission startet weltweites Bündnis für Artenschutz

(03.03.2020) Anlässlich des World Wildlife Day(link is external) hat die Europäische Kommission heute in Monaco ein neues weltweites Bündnis für Biodiversität auf den Weg gebracht.

Mit dieser Kommunikationskampagne ruft die Kommission alle Nationalparks, Aquarien, botanische Gärten, Zoos sowie Wissenschafts- und Naturkundemuseen auf, sich zusammenzuschließen und die Öffentlichkeit stärker auf die Krise der Natur aufmerksam machen.

 
 

Hierzu erklärte, Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt, Meere und Fischerei: „Die Krise der Biodiversität ist ein wichtiger Teilaspekt des Klimawandels. Der Schutz und die Wiederherstellung der Biodiversität werden nicht nur die Natur für die künftigen Generationen bewahren, sondern auch dazu beitragen, den Klimawandel anzugehen und die nachteiligen Auswirkungen für unsere Ernährung, unsere Gesundheit und unsere Wirtschaft zu vermeiden. Wir müssen dringend weltweit tätig werden, ansonsten werden wir die Natur nur noch in Zoos und botanischen Gärten zu sehen bekommen. Dies wäre ein Versagen der Menschheit.“

Mit ihren Sammlungen, Lernangeboten und Naturschutzprogrammen sind Nationalparks, botanische Gärten, Zoos sowie Wissenschafts- und Naturkundemuseen die besten Botschafter, um die Öffentlichkeit auf die dramatischen Folgen der Biodiversitätskrise aufmerksam zu machen. Die Europäische Kommission ruft auch die nationalen, regionalen und lokalen Behörden, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen, Forscher sowie die Bürgerinnen und Bürger auf, im Vorfeld, der CoP 15, des UN-Gipfels für die biologische Vielfalt (link is external), ihren Teil zur Sensibilisierung beizutragen.

Während der CoP 15 sollen die 196 Vertragsparteien des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt einen neuen globalen Regelungsrahmen zur Wiederherstellung der Natur vereinbaren, der ebenso notwendig ist wie das Übereinkommen von Paris, das insbesondere den Klimanotstand zum Thema hat. Im Anschluss an das Gipfeltreffen wird der Schwerpunkt des Bündnisses für Biodiversität auf koordinierten Maßnahmen mit konkreter Wirkung liegen, die zum Ziel haben, die Tendenz des Biodiversitätsverlusts umzukehren. Diese Initiative entspricht in vollem Umfang anderen Initiativen und Bündnissen wie z. B. der von Costa Rica angeführten „Koalition der hohen Ambitionen“.

 

Hintergrund

Das neue weltweite Bündnis für Biodiversität ergänzt das erfolgreiche Bündnis „World aquariums #ReadyToChange to #BeatPlasticPollution“   , das 2017 ins Leben gerufen wurde und dem sich mehr als 200 Aquarien in 41 Ländern angeschlossen haben, um weltweit auf die Vermüllung der Meere aufmerksam zu machen.

Gastgeber der Veranstaltung   , auf der im Rahmen der Kampagne für saubere Meere dieses neue Bündnis ins Leben gerufen und die Leitung des Bündnisses der Aquarien von der Europäischen Kommission an das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) übergeben wurde, war das Museum für Ozeanographie in Monaco.

Gegen Ende dieses Monats wird die Europäische Kommission die neue EU-Strategie für Biodiversität zum Schutz und zur Wiederherstellung der Natur bekannt geben, in der die Ziele der EU im Rahmen der CoP 15 für Biodiversität ausführlich erläutert sind. Ein wichtiges öffentliches Ereignis, die Grüne Woche der EU mit Dutzenden von Veranstaltungen in Europa sowie einer Konferenz in Lissabon und in Brüssel, die am 1.-5. Juni 2020 stattfindet, wird ebenfalls darauf abzielen, die Gesellschaft für die Natur und die Biodiversität zu mobilisieren.

Aus einem Bericht der zwischenstaatlichen Plattform für biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen (IPBES) von 2019 geht hervor, dass sich die Natur weltweit in einem in der Menschheitsgeschichte beispiellosen Ausmaß verschlechtert. Das Artensterben beschleunigt sich; bis zu einer Million Arten sind vom Aussterben bedroht, und dies könnte für die Menschen weltweit schwerwiegende Folgen haben. Dies bedeutet, dass die Ökosysteme eines Tages nicht mehr in der Lage sein könnten, die Menschheit mit Wasser, Nahrung, sauberer Luft oder Holz zu versorgen, und dass ihre Leistungen, wie Bestäubung, Regulierung des Klimas, Bodenbildung und Hochwasserschutz, erheblich beeinträchtigt wären.

 

 

Weitere Informationen:

Text der Erklärung

Bündnis von 2018 „Aquarien gegen die Verschmutzung durch Kunststoffe“

Weitere Informationen erhalten interessierte Organisationen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!(link sends e-mail)

Pressekontakt: Claudia Guske(link sends e-mail), Tel.: +49 (30) 2280-2190

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail (link sends e-mail)oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

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