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Kommission fordert Streaming-Dienste, Betreiber und Nutzer auf, Netzüberlastungen zu verhindern

(19.03.2020) Um in der COVID-19-Krise Überlastungen des Internets zu vermeiden und ein offenes Internet zu gewährleisten, hat EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton Streaming-Dienste, Betreiber und Nutzer zu mehr Verantwortung aufgefordert.

 
 

Nach einem Telefongespräch gestern mit dem Geschäftsführet des Streaming-Anbieters Netflix, Reed Hastings, sagte Kommissar Breton gestern: "Europa und die ganze Welt sind mit einer noch nie dagewesenen Situation konfrontiert. Die Regierungen haben Maßnahmen ergriffen, um die Kontakte zwischen den Menschen zu verringern und so die Ausbreitung von Covid-19 zu einzudämmen und fördern Heimarbeit und Online-Bildung. Streaming-Plattformen, Telekommunikationsbetreiber und Nutzer, wir alle haben eine gemeinsame Verantwortung, Schritte zu unternehmen, um das reibungslose Funktionieren des Internets während des Kampfes gegen die Virusausbreitung zu gewährleisten".

Den Streaming-Plattformen wird empfohlen, eher Standard- als hochauflösende Dienste anzubieten und mit den Telekommunikationsbetreibern zusammenzuarbeiten. Letztere sollten vorbeugende Maßnahmen ergreifen und die Nutzer dazu ermutigen, Einstellungen anzuwenden, die den Datenverbrauch reduzieren, einschließlich der Verwendung von Wi-Fi oder einer niedrigeren Auflösung für Inhalte.

Die Betreiber in der EU weisen darauf hin, dass die Nachfrage nach Konnektivität steigt. Obwohl dies bisher nicht zu einer allgemeinen Situation von Netzwerküberlastungen führt, diskutieren die Kommission und das Gremium der europäischen Regulierungsbehörden für elektronische Kommunikation (GEREK) als Vorsichtsmaßnahme die Einrichtung eines speziellen Berichtsmechanismus um die Internet-Verkehrslage in jedem Mitgliedstaat zu überwachen und um dann auf Kapazitätsprobleme reagieren zu können.

Diese Situation zeigt, wie wichtig kontinuierliche Investitionen in die Netze sind, um die Ziele der Kommission für die Gigabit-Gesellschaft bis 2025 zu erreichen, insbesondere durch 5G- und Glasfasernetze.

 

 

Weitere Informationen 

Daily News vom 19.3.

 

Pressekontakt: Nikola John(link sends e-mail), Tel.: +49 (30) 2280-2410

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail(link sends e-mail) der telefonisch unter (030) 2280 2900.

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