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Kommission gibt Orientierungshilfe für grenzüberschreitende Behandlung von Patienten und Entsendung von medizinischem Personal

(03.04.2020) Die Coronavirus-Pandemie setzt die Gesundheitssysteme in der gesamten EU unter beispiellosen und zunehmenden Druck.

Um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen nationalen, regionalen und lokalen Behörden bei der Gesundheitsversorgung zu unterstützen und zu fördern, hat die Kommission heute praktische Leitlinien für die Mitgliedstaaten herausgegeben. Sie schaffen einen stärkeren koordinierten Ansatz für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Notfallversorgung und zeigen auf, welche Unterstützung die Kommission den Gesundheitsbehörden der EU-Staaten leisten kann.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit kann dazu beitragen, den Druck auf überlastete Krankenhäuser zu verringern, indem Patienten, die an einer Coronavirus-Infektion leiden, zur Behandlung in Mitgliedstaaten überführt werden, in denen Krankenhausbetten verfügbar sind. Die Kommission wird Mitgliedstaaten oder Nichtregierungsorganisationen auch dabei unterstützen, qualifizierte medizinische Teams zu entsenden, um grenzüberschreitende Hilfe anzubieten.

Der für die Förderung unserer europäischen Lebensweise zuständige Vizepräsident Margaritis Schinas erklärte dazu: „Die Einheit und Solidarität der EU sind im Kampf gegen das Coronavirus von entscheidender Bedeutung. Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit kann durch die Entlastung überlasteter Kapazitäten im Gesundheitswesen in den Mitgliedstaaten dazu beitragen, Menschenleben zu retten. In dieser größten Krise seit Generationen werden wir gemeinsam reagieren und alle Hebel in Bewegung setzen.“

Die für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Kommissarin Stella Kyriakides erklärte: „Wir können die Coronavirus-Krise nur gemeinsam überwinden. Die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten bei der Rettung von Leben ist entscheidend. Die Solidarität in der EU war in den letzten Wochen spürbar, als Mitgliedstaaten die Behandlung von Patienten aus ihren Nachbarstaaten übernahmen, obwohl sie selbst an der Belastungsgrenze waren. Hier zeigt sich die EU von ihrer besten Seite, und mit unseren heute herausgegebenen Leitlinien wollen wir darauf hinwirken, dass mehr Patienten grenzüberschreitend behandelt werden und Gesundheitspersonal aus denjenigen EU-Ländern, die noch Kapazitäten haben, dorthin geschickt wird, wo es am dringendsten benötigt wird. Solidarität rettet Leben.“

Die Leitlinien zeigen auf, welche zusätzliche Unterstützung und Hilfe die Kommission den Gesundheitsbehörden der Mitgliedstaaten zukommen lässt, insbesondere durch:

Außerdem hat die Kommission in Bezug auf die finanzielle Unterstützung für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit den Solidaritätsfonds auf Notfälle im Bereich der öffentlichen Gesundheit ausgeweitet. Darüber hinaus sind Gesundheitsausgaben im Rahmen der Strukturfonds förderfähig, und im Rahmen der koordinierten wirtschaftlichen Reaktion auf den Ausbruch des Coronavirus wurde bereits mehr Flexibilität bei der Mittelumschichtung eingeräumt. Schließlich wird über das gestern vorgestellte Soforthilfeinstrument (ESI) zusätzliche Unterstützung bereitgestellt.

 

 

Weitere Informationen

Vollständige Pressemitteilung

Website der Kommission zur Reaktion der EU auf den Ausbruch von COVID-19

Pressekontakt: Claudia Guske(link sends e-mail), Tel.: +49 (30) 2280-2190 und Laura Bethke (link sends e-mail), Tel.: +49 (30) 2280- 2200

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail(link sends e-mail) der telefonisch unter (030) 2280 2900.

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