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Schutzmasken aus der rescEU-Reserve werden nach Spanien, Italien und Kroatien geliefert

(04.05.2020) Nach der Lieferung nach Italien in der vergangenen Woche sind an diesem Wochenende weitere FFP2-Schutzmasken aus der rescEU-Reserve nach Spanien, Italien und Kroatien geliefert worden.

Die rescEU-Reserve ist die erste gemeinsame europäische Reserve an medizinischer Ausrüstung und wurde im vergangenen Monat zur Unterstützung der vom Coronavirus betroffenen Länder zunächst in Deutschland und Rumänien eingerichtet.

Janez Lenarčič‚ EU-Kommissar für Krisenmanagement, sagte: „Wir haben rund um die Uhr daran gearbeitet, die rescEU-Reserve für medizinische Ausrüstung aufzubauen. Wir haben bereits einen Vorrat an Masken angelegt. Spanien, Italien und Kroatien werden als erste Länder Ausrüstung aus dieser Reserve erhalten, aber es werden weitere Lieferungen folgen. Ich danke Rumänien und Deutschland dafür, dass sie als erste Mitgliedstaaten einen rescEU-Vorrat aufgenommen haben.“

Rumänien und Deutschland sind die ersten Mitgliedstaaten, die Teile der rescEU-Reserve aufnehmen. Damit sind sie für die Beschaffung der Ausrüstung zuständig, die Kommission finanziert die Ausrüstungen, wie z.B. persönliche Schutzausrüstungen, zu 100 Prozent. Bei diesen ersten Lieferungen wurden 330 000 Masken nach Italien, Spanien und Kroatien geschickt. Weitere Lieferungen werden folgen.

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie hat die EU ihre Mitgliedstaaten im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens mit medizinischen Teams, Masken und Desinfektionsmitteln unterstützt. Zudem hat es eine Reihe an bilateralen Hilfsangeboten der Mitgliedstaaten untereinander gegeben. Deutschlandweit haben zum Beispiel Städte und Bundesländer schwerkranke Patienten aus Italien und Frankreich aufgenommen. Sie stellen Intensivpflegekapazitäten für rund 175 italienische und französische Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Ein aktueller Überblick über europäische Hilfe in Zeiten der Coronakrise kann hier abgerufen werden.  

Wie funktioniert die rescEU-Kapazität?

Das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen verwaltet die Verteilung der Ausrüstung, um sicherzustellen, dass diese dort zum Einsatz kommt, wo sie am dringendsten benötigt wird. In diesem Fall wurden Spanien, Italien und Kroatien aufgrund des Bedarfs ausgewählt, den sie in ihren Hilfeersuchen im Rahmen des Europäischen Katastrophenschutzverfahrens geltend gemacht hatten.

Die strategische medizinische Kapazität ist Teil der umfassenderen rescEU-Reserve, die auch andere Kapazitäten wie Mittel zur Brandbekämpfung aus der Luft und medizinische Evakuierungskapazitäten einschließt. Die rescEU-Reserve steht als letztes Mittel im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Union zur Verfügung, das bei allen Arten natürlicher und vom Menschen verursachter Gefahren aktiviert werden kann. Die EU-Mitgliedstaaten, das Vereinigte Königreich (während der Übergangszeit), Island, Norwegen, Serbien, Nordmazedonien, Montenegro und die Türkei beteiligen sich am Katastrophenschutzverfahren der Union.

 

 

Weitere Informationen

Die Daily News vom 04.05.20

Factsheet: EU-Katastrophenschutzverfahren

Überblick: Solidarität in der EU in der Coronakrise

Pressekontakt: Laura Bethke(link sends e-mail), Tel.: +49 (30) 2280- 2200

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail(link sends e-mail) der telefonisch unter (030) 2280 2900.

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