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Europäische Kommission sagt Impfallianz GAVI 300 Millionen Euro zu

(04.06.2020) Im Rahmen eines globalen Impfgipfels hat die Europäische Kommission heute angekündigt, der Impfallianz GAVI Mittel in Höhe von 300 Mio. Euro für den Zeitraum 2021-2025 zur Verfügung zu stellen.

Die Mittel werden genutzt, um bei Verfügbarkeit eines künftigen Impfstoffs 300 Millionen Kinder in der ganzen Welt zu immunisieren und Impfstoffbestände zur Abwehr von Ausbrüchen künftiger Infektionskrankheiten zu finanzieren. Der Impfgipfel ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Stärkung der Gesundheitssysteme der anfälligsten Länder der Welt und zur Erreichung der Ziele der weltweiten Coronavirus-Krisenreaktion. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird heute Nachmittag auf dem Impfgipfel sprechen.

Auf der von der Europäischen Kommission mitorganisierten Geberveranstaltung für eine weltweite Corona-Krisenreaktion vom 4. Mai wurden der Impfallianz Gavi insgesamt mehr als 1,5 Mrd. Euro zugesagt. Mit einem Anteil in Höhe von 488 Mio. Euro soll sichergestellt werden, dass ein künftiger Impfstoff gegen das Coronavirus, sobald verfügbar, auch eingesetzt werden kann.

Präsidentin von der Leyen erklärte: „Impfstoffe können nur dann Leben retten, wenn jeder, der sie benötigt, Zugang zu ihnen hat; dies gilt insbesondere für die besonders anfälligen Gemeinschaften und Regionen der Welt. Deshalb ist die Arbeit der Impfallianz GAVI so wichtig. Sie gibt Entwicklungsländern die Möglichkeit, ihre Gesundheitssysteme und Impfprogramme zu stärken und die Welt so zu einem sicheren Ort zu machen. Ich freue mich, dass die Europäische Kommission GAVI bei diesen so wichtigen Bemühungen unterstützen kann. Dies wird uns helfen, diese Pandemie zu überwinden und die nächste zu vermeiden.“

Die EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften Jutta Urpilainen sagte: „Der Aufbau von Immunisierungssystemen ist ein wesentliches Element der Arbeiten, die die EU mit Partnerländern und GAVI leistet, um die Gesundheitssysteme zu stärken. Auf unserem Weg zur Erholung von COVID-19 wird dies wichtiger sein denn je. Die Verbesserung des Zugangs von Kindern zu medizinischer Grundversorgung, und insbesondere zu wirksamen und sicheren Impfstoffen, war eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die weltweite Kindersterblichkeit zwischen 2000 und 2017 nahezu halbiert werden konnte. Der Erfolg unserer gemeinsamen Anstrengungen wird in den nächsten fünf Jahren davon abhängen, dass wir es schaffen, gefährdeten Kindern weiterhin Zugang zu Impfstoffen zu bieten.“

Die jetzt von der Kommission zugesagten Mittel in Höhe von 300 Mio. Euro werden dazu beitragen,

  • 300 Millionen Kinder zu impfen und acht Millionen Menschenleben zu retten
  • den erfolgreichen Übergang einiger Länder zur Selbstfinanzierung zu gewährleisten
  • 3,6 Mrd. US-Dollar in nationalen Kofinanzierungsprogrammen und selbstfinanzierten Impfprogrammen zu hebeln
  • mehr als 3,2 Milliarden Dosen lebensrettender Impfstoffe an 55 Länder zu liefern
  • Impfungen von 1,4 Milliarden Familien durch die Gesundheitsdienste zu vereinfachen
  • in Zusammenarbeit mit der weltweiten Initiative zur Ausrottung der Kinderlähmung regelmäßige Impfkampagnen mit inaktivierten Polio-Impfstoffen durchzuführen und so die Welt vor einer Rückkehr der Kinderlähmung zu bewahren
  • Impfstoffvorräte für Notfälle zu finanzieren, um gefährliche Ausbrüche zu verhindern

Bei der heutigen Zusage wird von der Annahme ausgegangen, dass der neue Mehrjährige Finanzrahmen der EU und insbesondere das Instrument für Nachbarschaft, Entwicklungszusammenarbeit und internationale Zusammenarbeit (NDICI)   aus dem die Mittel, die GAVI zugesagt wurden, stammen sollen, weitgehend entsprechend den Vorschlägen der Europäischen Kommission angenommen werden Am 2. Juni hat die Kommission vorgeschlagen, die NDICI-Mittel für den Zeitraum 2021-2027 auf 86 Mrd. Euro zu Preisen von 2018 (96,4 Mrd. Euro zu laufenden Preisen) aufzustocken, darunter 10,5 Mrd. Euro aus dem neuen Aufbauinstrument „Die EU für die nächste Generation“.

 

 

Weitere Informationen:

Vollständige Pressemitteilung

Geberveranstaltung für eine weltweite Corona-Krisenreaktion

 Pressekontakt: Laura Bethke(link sends e-mail), Tel.: +49 (30) 2280- 2200

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail(link sends e-mail) der telefonisch unter (030) 2280 2900.

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