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EU unterstützt Reformen im Sudan und hilft gefährdeten Gruppen am Horn von Afrika

(26.06.2020) Bei einer hochrangigen virtuellen Partnerschaftskonferenz, die gestern vom Sudan, der Europäischen Union, den Vereinten Nationen und Deutschland ausgerichtet wurde, haben der Hohe Vertreter Josep Borrell und der deutsche Außenminister Maas ihre anhaltende Unterstützung für den Sudan zum Ausdruck gebracht.

Neben der starken politischen Unterstützung für die laufenden Reformen sagten die Geber insgesamt 1,6 Mrd. Euro zu, davon 770 Mio. Euro von der EU und ihren Mitgliedstaaten. Die Europäische Union mobilisiert zudem im Rahmen des Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika zusätzliche Mittel in Höhe von 97,2 Millionen Euro für Programme am Horn von Afrika, um Arbeitsplätze zu schaffen, das öffentliche Finanzwesen zu stärken und gefährdeten Gruppen, wie Geflüchteten und Vertriebenen, den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

In einem Gastbeitrag (link is external), der beim Redaktionsnetzwerk Deutschland erschien, sagten Maas und Borrell: „Wir lassen den Sudan nicht fallen.“ In der von den Teilnehmern angenommenen gemeinsamen Erklärung wurde die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für den demokratischen und wirtschaftlichen Übergang in Sudan unter der zivil geführten Übergangsregierung bekräftigt.

Neben der starken politischen Unterstützung, die für den laufenden Übergang signalisiert wurde, sagten die Geber insgesamt 1,6 Mrd. Euro zu, wobei das Team Europa – zu dem die EU-Organe und die EU-Mitgliedstaaten gehören – einen Beitrag von 770 Mio. Euro für Entwicklungshilfe und humanitäre Hilfe leistet. Von diesem Betrag stellt die Europäische Kommission 312,25 Mio. Euro für mittel- und längerfristige Entwicklungshilfe, humanitäre Soforthilfe und die Unterstützung von Stabilität und Frieden bereit. Dieser Beitrag kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Coronavirus-Pandemie die schwierige sozioökonomische Lage im Land weiter verschärft.

Josep Borrell‚ der Hohe Vertreter der EU sagte: „Die Geschichte Sudans wird heute geschrieben. Die Unterstützung des Übergangs hier und jetzt ist nicht nur Ausdruck von Solidarität, sondern auch eine lohnende Investition: für Sudan, im Hinblick auf Stabilität und Entwicklung in der Region, aber auch als Vorbild für die Welt. Der Wandel ist nur nachhaltig, wenn die Menschen konkrete und schnelle Ergebnisse sehen, und deshalb müssen wir uns heute mobilisieren. Die Botschaft, die wir an die sudanesische Bevölkerung senden, ist klar: Wir werden euch nicht im Stich lassen."

Unterstützung aus dem EU-Treuhandfonds auch für den Sudan und den Südsudan

Die Kommissarin für internationale Partnerschaften, Jutta Urpilainen, sagte: „Der Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika ist der Schlüssel zur Unterstützung einiger der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen in Afrika, darunter Frauen und Jugendliche. Darüber hinaus spielt er eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung des politischen Übergangs im Sudan, sowie bei der Förderung von Frieden und Stabilität in der Region.“

Im Rahmen des Treuhandfonds wurden vier neue Programme mit einem Gesamtvolumen von 65 Mio. Euro zur Bewältigung der sozialen und wirtschaftlichen Krise im Sudan verabschiedet. Diese Programme waren Teil der EU-Zusage während der hochrangigen Partnerschaftskonferenz am 25. Juni. Ein wichtiges Ziel ist es, Frauen und Jugendliche wirtschaftlich zu stärken, die sozialen Ungleichheiten, mit denen sie konfrontiert sind, zu verringern und eine bessere wirtschaftliche Integration zu ermöglichen.

 

 

Weitere Informationen:

Der Gastbeitrag (link is external)

Die Vollständige Pressemitteilung

Die Eröffnungsrede des Hohen Vertreters bei der Sudan-Konferenz 

Factsheet zu den Beziehungen EU - Sudan

Pressemitteilung zu neuen Projekten aus dem Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika 

Der Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika 

Pressekontakt: Laura Bethke (link sends e-mail), Tel.: +49 (30) 2280- 2200

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail(link sends e-mail) der telefonisch unter (030) 2280 2900.

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