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EU und Deutschland unterstützen die Reaktion der Afrikanischen Union auf die Coronavirus-Pandemie

(01.09.2020) Heute wurde eine zweite Lieferung deutscher Coronavirus-Testkits an die afrikanischen Zentren für die Bekämpfung und Prävention von Krankheiten in Addis Abeba (Äthiopien) übergeben.

Als Teil der globalen Reaktion der EU auf die Coronavirus-Krise wurden die von Deutschland finanzierten 500.000 Testkits Anfang dieser Woche mithilfe eines Flugs der humanitären Luftbrücke der EU geliefert. Die Lieferung unterstützt die Maßnahmen der Afrikanischen Union auf dem gesamten Kontinent.

Der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarčič, sagte: „Im Rahmen der humanitären Luftbrücke der EU arbeitet die Europäische Kommission weiterhin Hand in Hand mit den Mitgliedstaaten. Wir setzen uns dafür ein, dass die Länder, die wesentliche medizinische Ausrüstung am dringendsten benötigen, diese auch tatsächlich erhalten. Diese spezifische Lieferung wird einer großen Zahl von Ländern zugutekommen, da sie die Maßnahmen der Afrikanischen Union gegen das Coronavirus auf dem gesamten Kontinent unterstützt.“

Die Lieferung ist Teil einer Soforthilfe von 10 Mio. Euro der Bundesregierung für die AU in Form von Sachleistungen. Der deutsche Minister für Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, sagte dazu: „Wir werden das Coronavirus entweder weltweit gemeinsam besiegen oder gar nicht. Daher unterstützen wir die AU durch die Schnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit (link is external)in einer Kooperation mit der EU. Die afrikanischen Zentren für die Bekämpfung und Prävention von Krankheiten koordinieren die Beschaffung von Testausrüstung für die Mitgliedstaaten der AU. Sie spielen außerdem eine wichtige Rolle bei der Schulung des afrikanischen Gesundheitspersonals. Mit unserer Unterstützung für die Partnerschaft zur Beschleunigung der Durchführung von Corona-Tests stellen wir sicher, dass Testungen in großem Umfang ermöglicht werden. Wir stehen unseren Freunden in Afrika im Kampf gegen das Coronavirus zur Seite.“

Die Lieferung der Testkits ist Teil der breit angelegten Unterstützung, die „Team Europe“, also die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten gemeinsam, für die Reaktion Afrikas auf das Coronavirus leistet. Im Juni stellte Team Europe 10 Mio. Euro zur Umsetzung der gemeinsamen Afrika-Strategie für die Bekämpfung des Coronavirus-Ausbruchs zur Verfügung. Damit wurden das Gesundheitspersonal vor Ort, Krisenhelfer für die Bereiche Überwachung, Labortechnik und Fallbearbeitung sowie die Stärkung der afrikanischen Coronavirus-Taskforce unterstützt.

Hintergrund

Die Testkits wurden von der deutschen „Schnell Einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit“ (SEEG) bereitgestellt. Die SEEG wurde im Jahr 2015 vom BMZ in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit als Reaktion auf die Ebola-Krise in Westafrika eingerichtet.

Das globale Maßnahmenpaket von Team Europe beläuft sich auf insgesamt 36,5 Mrd. Euro und umfasst Mittel der EU, der Mitgliedstaaten, der Europäischen Investitionsbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Die Unterstützung konzentriert sich auf die Bewältigung der akuten Gesundheitskrise und die Deckung des daraus resultierenden humanitären Bedarfs sowie die Stärkung der Gesundheits-, Ernährungs-, Wasser- und Sanitärversorgungssysteme der Partnerländer und ihrer Forschungs-, Vorsorge- und Bewältigungskapazitäten. Mindestens 6,8 Mrd. Euro werden für die afrikanischen Länder zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird Afrika auch ein beträchtlicher Teil der Garantien von Team Europe in Höhe von insgesamt 2,9 Mrd. Euro zugutekommen.

 

Weitere Informationen:

Die vollständige Pressemitteilung

Humanitäre Luftbrücke der EU 

Pressekontakt: Laura Bethke (link sends e-mail), Tel.: +49 (30) 2280- 2200

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail(link sends e-mail) der telefonisch unter (030) 2280 2900.

 

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