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Kampf gegen Drogen: EU-Kommission bringt Verbot von Isotonitazen auf den Weg

(02.09.2020) Die Europäische Kommission hat heute ein EU-weites Verbot von Isotonitazen auf den Weg gebracht.

Die psychoaktive Substanz ist ein synthetisches Opioid, das schwere Gesundheitsschäden verursachen und in einigen Fällen zum Tod führen kann. Jetzt ist es am Europäischen Parlament und Rat, das Verbot vor seinem Inkrafttreten zu prüfen.

Margaritis Schinas, Vizepräsident der EU-Kommission, erklärte: „Illegale Drogen haben erhebliche Auswirkungen auf das Leben, den Lebensunterhalt und die öffentliche Gesundheit. Mit dem heutigen Verbot handeln wir schnell, um die Europäer vor drogenbedingten Schäden zu schützen.“

Die Entscheidung, Isotonitazen zu verbieten, basiert auf einer Risikobewertung der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht. Der erste und der technische Bericht der Beobachtungsstelle sind online verfügbar. Dies ist das erste Verbot nach Inkrafttreten überarbeiteter EU-Vorschriften über psychoaktive Substanzen.

Die Kommissarin für Inneres, Ylva Johansson, sagte: „Nur einen Monat nach der Vorstellung unserer neuen EU-Drogenagenda und unseres Drogenaktionsplans für die nächsten fünf Jahre ergreifen wir heute Maßnahmen, um eine neue, potenziell lebensbedrohliche Substanz zu verbieten. Wir werden weiterhin wachsam bleiben und das Auftauchen neuer schädlicher Substanzen genau beobachten.“

Isotonitazen ist in der Europäischen Union seit mindestens April 2019 erhältlich und wurde in fünf Mitgliedstaaten nachgewiesen. In der EU wurden zwei Todesfälle im Zusammenhang mit Isotonitazen gemeldet, in den USA und in Kanada 21. Isotonitazen wird online als Pulver und Nasenspray verkauft.

Das Europäische Parlament und der Rat haben nun zwei Monate Zeit, das Verbot vor seinem Inkrafttreten zu prüfen. Danach müssen die Mitgliedsstaaten das Verbot innerhalb von sechs Monaten in nationales Recht umsetzen.

 

Weitere Informationen:

Daily News vom 2. September

Website der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht

Pressekontakt: Katrin Abele(link sends e-mail), Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail(link sends e-mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

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