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Coronakrise: Vier weitere EU-Staaten beteiligen sich an der rescEU-Reserve für medizinische Ausrüstung

(22.09.2020) Dänemark, Griechenland, Ungarn und Schweden haben sich heute nach Deutschland und Rumänien ebenfalls der rescEU-Reserve angeschlossen.

Im Rahmen der Reserve bauen diese EU-Mitgliedstaaten gemeinsam Bestände an lebensrettenden Schutz- und anderen medizinischen Ausrüstungen auf. Diese können in Notfällen in ganz Europa verteilt werden, beispielsweise wenn die nationalen Gesundheitssysteme durch Coronavirus-Patienten überlastet sind. Die Europäische Kommission unterstützt die Mitgliedstaaten dabei finanziell.

„Angesichts des nahenden Winters und der Zunahme der Coronavirus-Infektionen in ganz Europa müssen unbedingt Bestände an lebenswichtiger medizinischer Ausrüstung angelegt werden. Da sich nun weitere Länder an der Vorratshaltung beteiligen, ist rescEU noch besser gerüstet. Gemeinsam können wir die Pandemie viel wirkungsvoller bekämpfen“, erklärte der für Krisenmanagement zuständige Kommissar Janez Lenarčič.

Wie funktioniert die rescEU-Reserve für medizinische Ausrüstung?

Die rescEU-Reserve umfasst verschiedene Arten von medizinischer Ausrüstung, zum Beispiel FFP2- und FFP3-Masken, Schutzbekleidung und -handschuhe sowie Beatmungsgeräte, die in der Intensivpflege eingesetzt werden. Sie wird ständig aufgefüllt. Die Reserve wird von mehreren Mitgliedstaaten unterhalten, die für die Beschaffung der Ausrüstung zuständig sind. Die Europäische Kommission finanziert die Ausrüstungen sowie deren Lagerung und Transport zu 100 Prozent.

Das EU-Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen koordiniert die Lieferungen. Das stellt sicher, dass das Material dort zum Einsatz kommt, wo es am dringendsten benötigt wird. Dabei wird der Bedarf zugrunde gelegt, den die Länder in ihren Hilfeersuchen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Union geltend gemacht haben.

Hintergrund

Die strategische medizinische Kapazität ist Teil der umfassenderen rescEU-Reserve, die auch andere Kapazitäten wie Mittel zur Brandbekämpfung aus der Luft und medizinische Evakuierungskapazitäten einschließt. Die rescEU-Reserve steht als letztes Mittel im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Union zur Verfügung, das bei allen Arten natürlicher und vom Menschen verursachter Gefahren aktiviert werden kann. Die EU-Mitgliedstaaten, das Vereinigte Königreich (während der Übergangszeit), Island, Norwegen, Serbien, Nordmazedonien, Montenegro und die Türkei beteiligen sich am Katastrophenschutzverfahren der Union.

 

Weitere Informationen:

Coronavirus: EU liefert Schutzmasken an Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien

Die RescEU-Reserve 

EU-Katastrophenschutzverfahren

Pressekontakt: Laura Bethke(link sends e-mail), Tel.: +49 (30) 2280- 2200

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail(link sends e-mail) der telefonisch unter (030) 2280 2900.

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