Gemeinsame Forschungsstelle der Kommission ermöglicht schnelle Qualitätskontrolle von COVID-19-Antikörpertests

(07.12.2020) Zwei neue Referenzmaterialien sollen die Qualität von COVID-19-Antikörpertests verbessern.

Die von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission entwickelten und heute veröffentlichten Standards für Messverfahren ermöglichen es den Laboren zu überprüfen, ob die verwendeten Antikörpertests korrekt funktionieren.

Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, sagte: „Das zuverlässige Funktionieren von Antikörpertests ist besonders wichtig bei epidemiologischen Untersuchungen zur Beschreibung der Krankheitshäufigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt und in der Immunitätsforschung zu COVID-19. Das von der GFS entwickelte Referenzmaterial ist ein weiteres Teil des Puzzles, das diese Forschungen unterstützen kann.“

Wenn die Labore in der Lage sind, die im Referenzmaterial vorhandenen Antikörper gegen COVID-19 zu messen, können sie auch die im menschlichen Blut gebildeten Antikörper gegen das Virus messen. Die Referenzmaterialien sind daher auch ein erster Schritt, um sicherzustellen, dass die mit verschiedenen Tests erzielten Ergebnisse vergleichbar sind. Sie können auch die Forschung über die Immunität gegen das Virus unterstützen und helfen, die Effizienz von experimentellen Impfstoffen zu überwachen.

Referenzmaterialien sind das Herzstück zuverlässiger Messungen. Sie stellen einen Maßstab für analytische Laboratorien auf der ganzen Welt dar, um genaue und vergleichbare Ergebnisse zu liefern. Die Gemeinsame Forschungsstelle der Kommission ist einer der wichtigsten Entwickler und Hersteller von Referenzmaterialien in der Welt. Sie stellt derzeit über 760 Referenzmaterialien bereit und vertreibt jährlich etwa 20.000 Einheiten an Prüflabors weltweit.

 

Weitere Informationen:

Daily News vom 7. Dezember 2020 

Pressemitteilung EU Science Hub: The JRC releases new reference materials for the quality control of SARS-CoV-2 antibody tests 

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