Libanon: EU mobilisiert weitere Hilfe in Reaktion auf Explosion im Hafen von Beirut

(23.12.2020) Die EU hat heute ein zusätzliches Hilfspaket in Höhe von fast 100 Mio. Euro auf den Weg gebracht, um Libanon bei der Überwindung der Folgen der Explosion vom 4. August 2020 am Beiruter Hafen zu unterstützen.

Bei den zusätzlichen Mitteln stehen die Menschen und der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und sozialer Absicherung im Mittelpunkt. Der Betrag kommt zu den 70 Millionen Euro hinzu, die die EU unmittelbar nach der Katastrophe mobilisiert hat.

Der für Nachbarschaftspolitik und Erweiterung zuständige EU-Kommissar Olivér Várhelyi sagte: „Die EU hat rasch gehandelt, um der von der Explosion, deren Umstände noch nicht geklärt sind, betroffenen Bevölkerung zu helfen. Die Menschen in Beirut leiden noch immer unter den Folgen der Explosion, die zu den politischen, sozioökonomischen und durch die COVID-19-Pandemie bedingten Krisen in dem Land hinzukam. Die Maßnahme fügt sich in die aktuelle Entwicklung ein. Die EU erwartet die zügige Bildung einer neuen Regierung, die die wichtigen Reformen voranbringt, welche die Grundlage für einen umfassenderen Wiederaufbau schaffen müssen.“

Das Hilfspaket von 100 Mio. Euro setzt sich wie folgt zusammen:

  • 34 Mio. Euro aus der bilateralen Finanzierung für 2020 in Libanon im Rahmen des Europäischen Nachbarschaftsinstruments werden umgeschichtet, um die Regierungsführung und die Rechenschaftspflicht zu verbessern, die Unterstützung der Zivilgesellschaft fortzusetzen und den Zugang zu Beschäftigung und wirtschaftlichen Chancen wiederherzustellen. Außerdem werden damit innerhalb des Reform-, Erholungs- und Wiederaufbaurahmens die Wiederherstellung und Verbesserung grundlegender Dienstleistungen und der physischen Infrastrukturen in Libanon, die durch die Explosion beschädigt wurden, gefördert.
  • 64,5 Mio. Euro an zusätzlichen Mitteln, die über den Regionalen EU-Treuhandfonds als Reaktion auf die Syrien-Krise  bereitgestellt werden, um die von der Explosion betroffenen besonders bedürftigen libanesischen Bevölkerungsgruppen und Flüchtlinge durch Bereitstellung von medizinischer Versorgung und sozialer Absicherung zu unterstützen sowie Kleinst- und Kleinunternehmen zu fördern.

 

Weitere Informationen:

Die ausführliche Pressemitteilung

Zusammenarbeit der EU mit Libanon 

Pressekontakt: Laura Bethke(link sends e-mail), Tel.: +49 (30) 2280- 2200

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