EU unterstützt Impfprogramme im westlichen Balkan

(19.02.2021) Die Europäische Union hat in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein neues regionales Projekt zur Unterstützung der Impfkampagnen in den Staaten des westlichen Balkans gestartet.

„Das Projekt kommt zu unserem 70-Millionen-Euro-Paket hinzu, mit dem wir den Zugang zu Impfstoffen für die Region unterstützen und die notwendige Ausrüstung für die Kampagnen beschaffen wollen“, sagte der EU-Kommissar für Nachbarschaft und Erweiterung, Olivér Várhelyi. 

Das neue Projekt mit der WHO im Umfang von über 7 Mio. Euro soll die Vorbereitungen auf die in Kürze eintreffenden Impfstoffe unterstützen, die über die Impfinitiative COVAX und durch EU-Mitgliedstaaten in die Staaten des westlichen Balkans geliefert werden. Zudem soll die Widerstandsfähigkeit der Region gegen gesundheitliche Notfälle verbessert und die nachhaltige Finanzierung für die allgemeine Gesundheitsversorgung unterstützt werden.

Das neue regionale Projekt bildet den Abschluss einer Reihe regionaler Maßnahmen, die der westlichen Balkanregion zugutekommen und mit insgesamt über 25 Mio. Euro aus dem Instrument für Heranführungshilfe (IPA) der Europäischen Union finanziert werden. Mit diesen Maßnahmen sollen COVID-19-bezogene Gesundheitsprobleme angegangen und gefährdete Bevölkerungsgruppen in den westlichen Balkanstaaten bei der Bewältigung der Pandemie unterstützt werden.

Das Gesamtpaket der EU-Hilfe für die westlichen Balkanstaaten als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie beläuft sich derzeit auf mehr als 3,3 Mrd. Euro. Dazu gehören die unmittelbare Unterstützung von Ausrüstungen, die mittel- und längerfristige Unterstützung der Gesundheitssysteme und der Wirtschaft, die Unterstützung von Unternehmen durch lokale Banken, makrofinanzielle Hilfe in Form von Darlehen und ein Hilfspaket der Europäischen Investitionsbank (EIB).